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Was ist Forex? Alles rund um den Devisenhandel

Forex bezeichnet den Handel mit Devisen. Das ist längst der mit Abstand größte Kapitalmarkt der Welt, der den Aktienmarkt weit hinter sich gelassen hat. Hier lässt sich viel Geld verdienen – aber auch verlieren. Denn im Vergleich zum Aktienmarkt gibt es einen wesentlichen Unterschied.

  • Devisenhandel sehr spekulativ
  • Handel oft mit Hebel
  • Bester Forex Broker ist CapTrader

Was ist Forex?

Die Antwort auf die Frage „Was ist Forex“ lautet ganz einfach: Devisenhandel. Wenn deutsche Maschinen in Länder außerhalb der Eurozone verkauft werden, britische Touristen im Ausland Urlaub machen oder haitianische Arbeiter in den USA Geld in ihre Heimat schicken – jedes Mal müssen Devisen getauscht werden. Kein Wunder also, dass der Devisenhandel der größte Finanzmarkt der Welt ist.

Deutschland hat mit die größten Goldreserven der Welt. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der Exportüberschüsse während des Bestehens des Bretton-Woods-Systems zwangsweise in Gold angelegt wurden.

Wer in den Urlaub fährt, muss Geld tauschen. Beim Forex-Trading wechseln dagegen keine Scheine und Münzen ihren Besitzer.

Dabei ist das Geschäft mit den Währungen noch vergleichsweise jung. Zwar werden Geldwechsler schon in der Bibel erwähnt, doch deren Arbeit hatte nichts mit dem dem heutigen Forex-Markt zu tun. Denn Münzen waren damals aus Gold oder Silber, für den Wert war der Edelmetallgehalt entscheidend. Es ging also weniger ums spekulieren als vielmehr ums wiegen und rechnen.

Bis 1973 sorgte das Bretton-Woods-System, dem die meisten westeuropäischen Länder und die USA angehörten, für feste Wechselkurse. Allerdings kam es dadurch zu keiner Anpassung der Wechselkurse, wenn beispielsweise mehr Menschen US-Dollar in DM tauschen wollten als umgekehrt. Vielmehr kaufte die Bundesbank die überschüssigen Dollar auf und legte sie in den USA an oder tauschte sie in Gold. Deshalb ist die Bundesbank noch heute einer der größten Goldbesitzer weltweit.

Deutschland hat mit die größten Goldreserven der Welt. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der Exportüberschüsse während des Bestehens des Bretton-Woods-Systems zwangsweise in Gold angelegt wurden.

Deutschland hat mit die größten Goldreserven der Welt. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der Exportüberschüsse während des Bestehens des Bretton-Woods-Systems zwangsweise in Gold angelegt wurden.

 

Heute sind die meisten Wechselkurse wegen der zahlreichen Schwächen des Bretton-Woods-Systems freigegeben. Wollen mehr Menschen Euro verkaufen als kaufen, dann sinkt der Wert der europäischen Gemeinschaftswährung, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.

Wer die Entwicklungen richtig vorhersagen kann, kann deshalb mit dem Devisenhandel viel Geld verdienen. Oder auch verlieren, wenn er falsch liegt.

Devisenhandel – Vor- und Nachteile

Nachdem die Frage „Was ist Forex“ geklärt ist stellt sich eine weitere: Warum sollte man mit Devisen handeln, wenn es doch mit Aktien und Anleihen etablierte Anlageformen gibt, mit denen man in der Vergangenheit gute Gewinne machen konnten? Tatsächlich ist Forex nur für eine bestimmte Anlegergruppe geeignet.

Denen bietet der Devisenhandel tatsächlich eine Reihe von Vorteilen, nämlich

  • hohe Umsätze,
  • hohe Hebel,
  • dauerhaft geöffnete Märkte.

An den Devisenmärkten sind nicht nur die Umsätze höher als an den Aktienmärkten, sie konzentrieren sich auch auf wenige Währungspaare wie US-Dollar/Euro, US-Dollar/Yen oder Euro/Yen. Daraus ergibt sich auch ein weiterer Vorteil, Broker bieten nämlich üblicherweise höhere Hebel als beispielsweise für Differenzkontrakte (CFDs) auf Indizes oder gar Einzelaktien.

Weil das Währungspaar Euro/US-Dollar an Börsen weltweit gehandelt wird, lässt sich auch fast rund um die Uhr traden. CFDs auf den DAX dagegen sind oft von den Börsenzeiten in Deutschland abhängig, solche auf den Dow Jones von denen in den USA und so weiter.

Ein Großteil der Währungen auf diesem Kurszettel aus dem Jahr 1992 ist mittlerweile verschwunden. Auch hier sieht man den Unterschied zwischen Sorten und Devisen. Weil Sorten ausländische Münzen und Scheine sind ist der Spread, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs, hier viel höher als bei Devisen, denn Lagerung und Transport kosten die Bank Geld.

Ein Großteil der Währungen auf diesem Kurszettel aus dem Jahr 1992 ist mittlerweile verschwunden. Auch hier sieht man den Unterschied zwischen Sorten und Devisen. Weil Sorten ausländische Münzen und Scheine sind ist der Spread, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs, hier viel höher als bei Devisen, denn Lagerung und Transport kosten die Bank Geld.

Hinzu kommen persönliche Vorlieben. Dem einen mag der Handel mit Aktien und Indizes mehr liegen, dem anderen eben der mit Devisen.

Allerdings gibt es auch eine Reihe von handfesten Nachteilen

  • Devisen bringen keine Zinsen
  • Viele Einflussfaktoren wirken auf Kurse
  • Verluste von mehr als 100 Prozent möglich

Wer Aktien kauft, der erwirbt ein Stück von einem Unternehmen. Die Gewinne der Firma sind auch die des Aktionärs. Sie schlagen sich in Dividendenzahlung und Kursgewinnen nieder. Beim Devisenhandel dagegen sind die Gewinne des einen die Verluste des anderen Marktteilnehmers.

Die Entwicklung zu bestimmen ist meistens nicht einfach. Ein Zinsanstieg in der Eurozone bedeutet nicht automatisch einen gegenüber dem Dollar steigenden Euro, wenn das Plus in den USA noch höher ist wird der Euro vermutlich sogar fallen.

Hinzu kommt, dass auch Verluste von mehr als 100 Prozent möglich sind. Das ergibt sich durch den Hebel, der beim Währungspaar US-Dollar/Euro auch mal 400 betragen kann. Denn beim Forex-Trading muss nicht die gesamte Position bezahlt werden, sondern es wird nur eine Sicherheitsleistung hinterlegt werden, die sogenannte Margin. Liegt die bei 0,25 Prozent, dann müssen für eine Position im Wert von 10.000,- Euro nur 25,- Euro hinterlegt werden. Oder anders ausgedrückt, wer 100,- investiert, hat tatsächlich Devisen für 40.000,- Euro gekauft. 

Eine böse Überraschung erlebten einige Anleger, als die Schweizer Notenbank Anfang 2005 den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken je Euro aufgab. Der Euro stürzte um rund 20 Prozent ab. Wer mit einem Hebel von 400 handelte, hatte statt 20 Prozent 8.000 Prozent verloren, also das 80fache seiner Einlage. Das übrige Geld musste meistens nachgezahlt werden.

Eine böse Überraschung erlebten einige Anleger, als die Schweizer Notenbank Anfang 2005 den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken je Euro aufgab. Der Euro stürzte um rund 20 Prozent ab. Wer mit einem Hebel von 400 handelte, hatte statt 20 Prozent 8.000 Prozent verloren, also das 80fache seiner Einlage. Das übrige Geld musste meistens nachgezahlt werden.

Wer nur 0,25 Prozent hinterlegt hat, hat mit einem Kursplus von 0,25 Prozent seine Investition bereits verdoppelt – und mit einem Minus von 0,25 Prozent alles verloren. Höhere Verluste bedeuten, dass Geld nachgezahlt werden muss. Dagegen kann man sich mit Stop-Loss-Kursen schützen, dann wird die Position beispielsweise automatisch aufgelöst, wenn die Margin aufgebraucht ist. In seltenen Fällen kann es aber passieren, dass man zum Stop-Loss-Kurs keinen Handelspartner findet, weil alle Anleger verkaufen oder kaufen wollen. Dann muss Geld nachgezahlt werden. Wer das verhindern will, kann bei unserem CFD-Testsieger Consorsbank zunächst Währungs-CFDs handeln. Das funktioniert genauso wie Forex-Trading, allerdings sind Verluste von mehr als 100 Prozent bei der Consorsbank ausgeschlossen.

 

Die Consorsbank bietet vor allem Aktien- und CFD-Handel. Allerdings gibt es auch Differenzkontrakte auf Währungen. Die Auswahl ist nicht vergleichbar mit der eines echten Forex-Brokers, dafür sind Verluste von mehr als 100 Prozent bei der Consorsbank ausgeschlossen.

Die Consorsbank bietet vor allem Aktien- und CFD-Handel. Allerdings gibt es auch Differenzkontrakte auf Währungen. Die Auswahl ist nicht vergleichbar mit der eines echten Forex-Brokers, dafür sind Verluste von mehr als 100 Prozent bei der Consorsbank ausgeschlossen.

 

Für wen ist Forex also die richtige Anlageform? Für Trader, bei denen

  • der Spaß am Handeln im Vordergrund steht,
  • die es sich zutrauen besser zu sein als der Markt,
  • das investierte Geld nicht zwingend brauchen.

Bester Forex-Broker

Icon_WebseiteWer sich für den Handel mit Devisen entschieden hat, der braucht dafür einen spezialisierten Broker. Bester Forex-Broker ist CapTrader, eine Marke der deutschen FXFlat Wertpapierhandelsbank in Kooperation mit dem britischen InteractiveBrokers.

Tipp: Demokonto

Bevor richtiges Geld investiert wird, sollten Trader ihr Geschick erst einmal mit einem Demokonto probieren. Das bietet eine realistische Handelsumgebung, bei der echte Kurse verwendet werden. Einziger Unterschied zum echten Konto ist, dass ausschließlich mit Spielgeld gehandelt wird. Alle Gewinne und Verluste stehen also nur auf dem Papier, es gibt kein finanzielles Risiko. Auch CapTrader bietet ein kostenloses Demokonto.

Das sind die Vorteile des Brokers:

  • Regulierung in Großbritannien und Deutschland
  • mehr als 100 Börsen in 19 Ländern
  • kostenlose Trading-Software
  • kostenloses Demokonto
  • kostenlose Schulungen und Webinare

CapTrader ist ein sogenannter Introducing Broker. Das bedeutet, dass er die Konten nicht selbst verwaltet, sondern nur den Kontakt zu einem internationalen Anbieter herstellt und Zusatzdienste wie deutschsprachigen Support bietet. Kontoverwaltung und Handelsabwicklung laufen über den Partner InteractiveBrokers, einen der größten und bekanntesten Anbieter für den Aktien- und Devisenhandel. CapTrader übernimmt den Kundenservice und stellte Informationen in deutsches Sprache bereit, ein deutlicher Vorteil gegenüber einem direkt bei InteractiveBrokers geführten Konto.

CapTrader ist unser Testsieger im Bereich Forex. Durch die Kooperation mit IB vereint er die Vorteile eines deutschen Anbieters mit denen eines international agierenden.

CapTrader ist unser Testsieger im Bereich Forex. Durch die Kooperation mit IB vereint er die Vorteile eines deutschen Anbieters mit denen eines international agierenden.

Kunden profitieren damit von den Vorteilen eines internationalen Anbieters, beispielsweise dem großen Angebot, auch an ausländischen Wertpapieren oder der etablierte Handelssoftware TraderWorkStation.

Gleichzeitig nutzen Trader aber auch die Vorteile eines deutschen Brokers wie deutschsprachigem Kundenservice oder Schulungsangeboten. Einziger Nachteil ist die Tatsache, dass CapTrader nicht auf eine Nachschusspflicht verzichtet, es kann also passieren, dass Kunden Geld nachschießen müssen, wenn die Verluste zu hoch sind.

Wer sich für das Thema Forex interessiert und noch etwas Grundwissen erwerben will, dem empfehlen wird die Beiträge

Alternativen zu Forex

Icon_RisikoNicht für jeden ist Forex die richtige Anlageform. Eine Alternative ist natürlich der klassische Aktienhandel. Und das ist keineswegs eine schlechte Wahl, immerhin haben Anleger mit Aktien in der Vergangenheit gute Gewinne gemacht. Und zwar nicht nur im Einzelfall, sondern auch im Durchschnitt.

Aktien

Als langfristige Geldanlageform ist der Aktienhandel für den allergrößten Teil der Anleger besser geeignet als Forex. Wer mit wenig Aufwand fürs Alter sparen will, sollte deshalb lieber ein Aktiendepot eröffnen.

Wen dagegen gerade die hohen Chancen und das hohe Risiko locken und wer nicht nur monatlich Geld in einen ETF Sparplan einzahlen, sondern aktiv handeln will, für den gibt es ebenfalls Alternativen.

Fremdwährungskonten

Wer auf einen steigenden US-Dollar, Yen oder Franken setzen will, der kann auch Fremdwährungskonten eröffnen. Das bietet beispielsweise die Consorsbank. Die möglichen Gewinne sind wegen des fehlenden Hebels weitaus niedriger als beim Forex Trading, dafür erhält man Zinsen auf das eingezahlte Geld. 

Wer auf einen fallenden Euro spekuliert, kann auch ein Fremdwährungskonto eröffnen.

Wer auf einen fallenden Euro spekuliert, kann auch ein Fremdwährungskonto eröffnen.

Kunden müssen aber auf die Gebühren achten, teilweise gibt es hohe Einmalgebühren, so dass sich ein Fremdwährungskonto nur bei hohen Summen lohnt. Außerdem lässt sich damit nicht auf einen steigenden Euro setzen, sondern nur auf steigende Fremdwährungen.

Knockout-Zertifikate

Knockout-Zertifikat bieten wie der Handel mit Forex und CFDs einen Hebel. Der liegt zwar weitaus niedrig, sorgt im Vergleich zum regulären Aktienhandel aber trotzdem für zusätzliche Chancen (und Risiken). Anders als beim Forex-Trading gibt es keine Nachschusspflicht, dafür sorgt die Knockout-Grenze. Ist das Kapital aufgebraucht, wird das Papier wertlos.

Ähnlich funktionieren auch Hebel-Zertifikate, beispielsweise auf den LevDAX. Beim LevDAX x10 steigt und fällt der Kurs des Zertifikats zehnmal so stark wie der des DAX. Solche Zertifikate gibt es auch auf den ShortDAX, mit dem auf fallende Kurse spekuliert werden kann.

Diese Anlageformen haben den Vorteil, dass sie über einen regulären Aktienbroker ge- und verkauft werden können. Sie eignen sich besonders, wenn Geld über mehrere Wochen, Tage oder gar Jahre angelegt werden soll.

Fazit

Icon_Blatt_mit_StiftWas ist Forex? Forex steht für den Handel mit Devisen. Das ist eine spekulative Anlageform, die vor allem für risikobereite Trader mit Spaß am täglichen Kaufen und Verkaufen attraktiv ist. Wer langfristig Geld anlegen will, ist mit einem Aktiendepot meist besser bedient. Ein Mittelweg ist der Kauf von Zertifikaten, die durch einen Hebel höhere Chancen und Risiken bieten als Einzelaktien, aber weniger riskant sind als der Forex-Handel.

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