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Aktiendepot eröffnen Schritt für Schritt

Aktien gehören nach wie vor zu fast jeder langfristigen Geldanlage. Doch dazu muss man zunächst ein Aktiendepot eröffnen. Schon der erste Schritt ist wichtig, nämlich die Suche nach dem richtigen Broker. Wir helfen dabei und erklären, wie sich ein Aktiendepot Schritt für Schritt eröffnen lässt.

  • Breites Angebot vor allem für Einsteiger wichtig
  • ETFs und Sparpläne als Einstieg geeignet
  • Langfristig denken

Aktiendepot eröffnen – was beachten?

Der erste Schritt beim Aktiendepot eröffnen ist die Wahl des richtigen Brokers. Nicht für alle Kunden ist der gleiche Anbieter der geeignete, deshalb müssen sich Anleger eine Reihe von Fragen stellen:

  1. Möchte ich aktiv kaufen und verkaufen oder längerfristig anlegen?
  2. Soll mein Broker auch Bankdienstleistungen anbieten?
  3. Wie viel Geld will ich investieren?
  4. Möchte ich mich langfristig binden oder regelmäßig wechseln?

Die erste Frage ist dabei die wichtigste, denn vom Investitionsverhalten hängt ganz wesentlich ab, welcher Broker der richtige ist. Einige verlangen beispielsweise hohe monatliche Gebühren, dafür sind im Preis bis zu 100 Transaktionen bereits enthalten. Das lohnt sich nur, wenn auch viel gehandelt wird.

Aus dem hektischen Treiben an der Börse schließen viele Beobachter, dass auch Aktien hektisch ge- und verkauft werden müssen. Viele Anleger halten ihrer Papiere aber über mehrere Jahre, auch erfolgreiche Profianleger wie der US-Amerikaner Warren Buffet.

Aus dem hektischen Treiben an der Börse schließen viele Beobachter, dass auch Aktien hektisch ge- und verkauft werden müssen. Viele Anleger halten ihrer Papiere aber über mehrere Jahre, auch erfolgreiche Profianleger wie der US-Amerikaner Warren Buffet.

Frage 1: Welcher Anlegertyp bin ich?

Viele Anleger legen ihr Geld am liebsten in Indexfonds an und zahlen monatlich einen festen Betrag ein. Dann ist ein gutes Angebot an ETF-Sparplänen wichtig.  Andere halten Aktien meist weniger als einen Tag. Grundlegende Anlegertypen wären beispielsweise:

  • Daytrader, die Aktien meist am gleichen Tag wieder verkaufen
  • Investoren, die Aktien mehrere Monate oder sogar Jahre halten
  • Anleger, die mit ETFs vor allem „Märkte kaufen“, also beispielsweise nicht in ein Unternehmen investieren, sondern mit einem DAX-ETF in die 30 größten deutschen AGs gleichzeitig
  • Anleger, die regelmäßig über einen Sparplan investieren und die Papiere behalten, bis sie das Geld benötigen

Dabei gibt es natürlich auch Mischtypen. Man kann mit einem ETF-Sparplan eine Basis für den Vermögensaufbau legen, das durch den Kauf einzelner ETFs ergänzen und als spekulatives Element noch einzelne Aktien dazu nehmen. Für diesen Anlegertyp haben wir auch unseren Aktienbroker 2017 ausgewählt. 

S-Broker ist unser Aktienbroker 2016. Das liegt vor allem daran, dass er ein breites Angebot bietet, bei dem für fast jeden Anlegertyp etwas dabei ist.

S-Broker ist unser Aktienbroker 2017. Das liegt vor allem daran, dass er ein breites Angebot bietet, bei dem für fast jeden Anlegertyp etwas dabei ist.

Frage 2: Was soll meine Bank bieten?

Vom Anlegertyp hängt auch die Antwort auf die zweite Frage ab, nämlich dem Angebot weiterer Bankdienstleistungen. Wer regelmäßig handelt, für den ist ein spezialisierter Broker unerlässlich. Anders sieht es aus, wenn man nur in unregelmäßigen Abständen Aktien kauft. Dann kann es attraktiv sein, eine Bank als Broker zu haben, die auch andere Dienstleistungen anbietet und eine Abrechnung direkt über das Giro- oder Tagesgeldkonto erlaubt.

Banken wie die DKB und die ING-DiBa bieten ein vollständiges Dienstleistungssortiment, darunter auch Brokerdienste. Meist gehören sie nicht zu den billigsten und besten Brokern, sie können aber eine gute Wahl sein, wenn man nur selten Geld investiert, denn sie bieten mehr Bequemlichkeit. Vor einem Kauf muss kein Geld vom Tagesgeldkonto aufs Verrechnungskonto transferiert werden und man benötigt kein zweites Passwort. Außerdem kann der Bankwechsel helfen, Kontoführungsgebühren zu sparen und bessere Zinskonditionen zu erhalten.

Banken wie die DKB und die ING-DiBa bieten ein vollständiges Dienstleistungssortiment, darunter auch Brokerdienste. Meist gehören sie nicht zu den billigsten und besten Brokern, sie können aber eine gute Wahl sein, wenn man nur selten Geld investiert, denn sie bieten mehr Bequemlichkeit. Vor einem Kauf muss kein Geld vom Tagesgeldkonto aufs Verrechnungskonto transferiert werden und man benötigt kein zweites Passwort. Außerdem kann der Bankwechsel helfen, Kontoführungsgebühren zu sparen und bessere Zinskonditionen zu erhalten.

 

Viele Banken bieten sowohl ein Girokonto als auch ein Depot. Reine Online-Banken wie die DKB  {Link} oder die ING-DiBa {Link} offerieren teilweise sogar konkurrenzfähige Konditionen, auch wenn sie nicht zur Spitze der Anbieter gehören.

Frage 3: Wie viel will ich investieren?

Diese Frage hat einen einfachen Hintergrund. Einige Broker verlangen hohe Mindestgebühren. Wenn eine Bank beispielsweise pauschal 15,00 Euro je Transaktion verlangt, kann das für Trader, die hohe Summen umsetzen, günstiger sein als ein Konkurrent, der 5,00 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens berechnet. Für einen Kleinanleger, der 1.000,00 Euro pro Kauf investieren will, ist das dagegen unverhältnismäßig teuer.

Kosten bei drei verschiedenen (fiktiven) Preismodellen. Ein Broker verlangt dabei eine Pauschale von 5,00 Euro plus 0,30 Prozent des Transaktionswertes (rote Linie). Bei einer Transaktion im Wert von 1.000,00 Euro betragen die Kosten also 5,00 + 3,00 Euro. Bis zu einem Auftragswert von 1.666 Euro ist er der günstigste. Der zweite Broker (grau) verlangt ebenfalls eine Pauschale von 5,00 Euro, aber nur 0,25 Prozent als umsatzabhängigen Zuschlag. Dafür gibt es hier eine Mindestgebühr von 10,00 Euro. Dieser Broker ist bis bei Umsätzen ab 1.666 bis 2.800 Euro der günstigste. Dann wird der dritte Broker (blaue Linie) besonders attraktiv, der eine Pauschale von 12,00 Euro je Transaktion verlangt

Kosten bei drei verschiedenen (fiktiven) Preismodellen. Ein Broker verlangt dabei eine Pauschale von 5,00 Euro plus 0,30 Prozent des Transaktionswertes (rote Linie). Bei einer Transaktion im Wert von 1.000,00 Euro betragen die Kosten also 5,00 + 3,00 Euro. Bis zu einem Auftragswert von 1.666 Euro ist er der günstigste. Der zweite Broker (grau) verlangt ebenfalls eine Pauschale von 5,00 Euro, aber nur 0,25 Prozent als umsatzabhängigen Zuschlag. Dafür gibt es hier eine Mindestgebühr von 10,00 Euro. Dieser Broker ist bis bei Umsätzen ab 1.666 bis 2.800 Euro der günstigste. Dann wird der dritte Broker (blaue Linie) besonders attraktiv, der eine Pauschale von 12,00 Euro je Transaktion verlangt

 

Oft besteht das Gebührenmodell aus vier Komponenten, nämlich

  1. einer Pauschale,
  2. einem prozentualen Zuschlag,
  3. einer Mindestgebühr und
  4. Börsen- und Maklerkosten.

Icon_MusterdepotEin Broker verlangt dann beispielsweise, wie in der grauen Kurve der Grafik dargestellt, eine Pauschalgebühr je Auftrag, im Beispiel 5,00 Euro. Je nach Höhe des Auftrags gibt es einen Zuschlag, der als fester prozentualer Anteil des Auftragswertes berechnet wird, beispielsweise 0,30 Prozent. Schließlich gibt es aber fast immer eine Mindestgebühr. Liegt die Summe aus Pauschale und Zuschlag darunter, wird stattdessen diese in Rechnung gestellt.

Seltener wird ausschließlich eine Pauschalgebühr berechnet und auf einen prozentualen Zuschlag verzichtet. Damit fällt dann natürlich auch die Mindestgebühr weg.

Fast immer kommen aber noch Börsen- und Maklerkosten dazu. Weil sie aber nicht vom Broker, sondern von der Börse abhängig sind, tauchen sie in den meisten Vergleichen nicht aurf. Allerdings gibt es mittlerweile Angebote, wo auch diese pauschal abgerechnet werden, wenn über bestimmte Börsen {Link zu Börsen}wie die Tradegate Exchange gehandelt wird.

Frage 4: Wie lange möchte ich mich binden?

Viele Broker bieten Neukunden Sonderangebote, beispielsweise niedrigere Ordergebühren oder erhöhte Zinsen. Das lohnt sich meistens aber nur, wenn man auch bereit ist, nach deren Auslaufen erneut zu wechseln oder man zu Beginn einige große Käufe plant, und langfristig nur noch hin und wieder kaufen oder über einen Sparplan investieren will.

So funktioniert der Brokervergleich

Icon_RisikoDer Brokervergleich berücksichtigt viele der oben genannten Faktoren. Natürlich kann er nicht berechnen, ob ein Broker auch als Universalbank tätig ist oder nicht. Wer einen Anbieter möchte, bei dem er auch Festgeld und ein Girokonto erhält, der durchsucht am einfachsten die Trefferliste nach Banken mit Universalangebot.

Die meisten anderen Auswahlkriterien werden aber berücksichtigt. Deshalb müssen Zahl und Höhe der Umsätze sowie durchschnittliches Depotvolumen eingegeben werden. Entsprechend wird dann der günstigste Broker gesucht.

Unsere Empfehlung: S-Broker

Icon_WebseiteS-Broker gehört zur Gruppe der Sparkassen und ist seit dem 12. April 2016 eine 100prozentige Tochter der Deka-Bank, die sich wiederum vollständig im Besitz der regionalen Sparkassenverbände befindet.

Damit unterliegen auch alle Einlagen dem besonderen Schutz der Sparkassen. Wenn die lokale Sparkasse eine Kooperation mit S-Broker eingegangen ist, können Käufe und Verkäufe sogar direkt vom Girokonto bei der Sparkasse abgerechnet werden. Man muss dann bei S-Broker kein weiteres Verrechnungskonto unterhalten.

Außerdem bietet S-Broker zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, einen sehr guten Service, zahlreiche Sparpläne und verschiedene Depotmodelle. Nachteilig sind dagegen die vergleichsweise hohen Kosten. Wenn in einem Quartal nicht gehandelt wird oder Wertpapiere im Wert von weniger als 10.000 Euro im Depot liegen, wird außerdem eine Monatsgebühr berechnet.

Das sind die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile:

  • Verschiedene Depotmodelle
  • Zugehörigkeit zur Sparkassen-Gruppe
  • Kostenlose Webinare
  • Guter Service und gute Erreichbarkeit
  • Sichere Verschlüsselungstechnik
  • Viele ETF-Sparpläne

Nachteile:

  • vergleichsweise hohe Transaktionskosten
  • Depotgebühren bei geringem Umsatz

Aktiendepot eröffnen Schritt für Schritt

Ein Depot eröffnen ist ganz einfach, wenn man sich erst einmal für einen Anbieter entschieden hat. Wir erklären die Eröffnung am Beispiel des Anbieters S-Broker.

Insgesamt müssen bei der Eröffnung sechs Schritte durchlaufen werden:

  1. Angabe persönlicher Daten
  2. Steuerliche Daten
  3. Vorerfahrung im Wertpapierhandel angeben
  4. Antrag ausdrucken oder per Post erhalten
  5. Legitimation
  6. Geld einzahlen

Die Angabe persönlicher Daten ist bei fast jedem Broker der erste Schritt. Dazu gehören Name und Anschrift, Geburtsdatum und meistens auch noch der Familienstand.

Im nächsten Schritt werden steuerliche und Finanzdaten erhoben. Antragsteller müssen beantworten, ob sie in einem anderen Land als ihrem Wohnort steuerpflichtig sind. Oft wird an dieser Stelle auch eine Kontoverbindung abgefragt.

Die Angabe der persönlichen Daten steht fast immer am Anfang des Eröffnungsvorgangs.

Die Angabe der persönlichen Daten steht fast immer am Anfang des Eröffnungsvorgangs.

 

Durch europäische Regelungen sind die Broker verpflichtet, die Vorerfahrung im Wertpapierhandel abzufragen. Wer hier angibt, noch nie mit Aktien gehandelt zu haben, der darf später trotzdem Wertpapiere kaufen, er wird aber einen Warnhinweis erhalten, dass er bisher keine Erfahrungen mit Objekten dieser Risikoklasse hat.

Im nächsten Schritt muss das Dokument meistens ausgedruckt und unterschrieben an den Broker gesendet werden. Teilweise kann man sich den Vertrag auch zuschicken lassen. Gleichzeitig ist eine Legitimation notwendig, oft über einen Post-Ident, teilweise aber auch über einen Video-Ident via Webcam von zuhause aus.

Dann muss im letzten Schritt noch Geld eingezahlt werden. S-Broker bietet auch die Abrechnung über ein Sparkassen-Girokonto, allerdings kooperieren nicht alle lokalen Geldinstitute mit dem Broker. In diesem Fall muss dort ein Verrechnungskonto eröffnet werden.

Fazit

Ein Aktiendepot eröffnen ist nicht schwer. Am aufwändigsten ist die Entscheidung für den richtigen Broker. Doch hier kann unser Vergleich {Link} helfen. Alternativ lässt sich auch einfach ein Depot bei unserer Empfehlung S-Broker eröffnen.

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