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Aktiendepot Kosten – alle wichtigen Fakten

Die Aktiendepot Kosten müssen nicht hoch sein. Auch gute Broker bieten ein Depot ohne Grundkosten und zu attraktiven Konditionen. Mit welchen Kosten Anleger rechnen müssen und was sie erwarten dürfen!

Kleinanleger brauchen niedrige Depotgebühren, Vieltrader niedrige Transaktionskosten
Grundgebühren müssen nicht schlecht sein
Nicht von kurzfristigen Aktionen blenden lassen
Nicht alle Broker bieten alle Dienstleistungen

Grundgebühren und Transaktionskosten

Auch wenn heute kaum noch Wertpapiere als effektive Stücke gelagert werden, die Verwahrung kostet die Bank Geld. Schon weil regelmäßig Dividenden ausgezahlt, Einladungen zu Hauptversammlungen oder andere Informationen für Aktionäre verschickt werden müssen. Diese Kosten werden üblicherweise über die Grundgebühren abgedeckt. Allerdings bieten heute zahlreiche Broker ein Depot ohne Grundgebühren.

Es muss nicht immer die Frankfurter Wertpapierbörse sein, die hier im Bild zu sehen ist. Für deutsche Aktien bieten sich nicht nur die Regionalbörsen als Alternative an, sondern vor allem die Tradegate Exchange in Berlin, eine ehemals außerbörsliche Handelsplattform, die heute vor allem wegen der niedrigeren Gebühren attraktiv ist. Bild: Jochen Zick, Action Press für Bundesverband Deutscher Banken

Es muss nicht immer die Frankfurter Wertpapierbörse sein, die hier im Bild zu sehen ist. Für deutsche Aktien bieten sich nicht nur die Regionalbörsen als Alternative an, sondern vor allem die Tradegate Exchange in Berlin, eine ehemals außerbörsliche Handelsplattform, die heute vor allem wegen der niedrigeren Gebühren attraktiv ist.

Bild: Gipsmuseum Walkenried

Weiterhin kostenpflichtig sind aber im Regelfall die Transaktionen, also Käufe und Verkäufe. Teilweise ist die Kostenfreiheit auch an einen Mindestumsatz oder einen Mindestwertpapierbestand gekoppelt. Das Depot ist dann nur kostenfrei, wenn pro Quartal oder pro Halbjahr mindestens eine Transaktionen stattfindet oder Wertpapiere in einer bestimmten Höhe im Depot liegen.

Icon_Kosten1Dass Banken heute meistens auf Grundgebühren verzichten hat verschiedene Gründe. Einer ist, dass Wertpapiere heute meist nur noch in elektronischer Form vorliegen. Das macht die Aufbewahrung billiger, es müssten keine Urkunden auf Papier mehr eingelagert und bei Dividendenzahlungen auch keine Kupons mehr abgetrennt werden. Andererseits hoffen Banken natürlich, über den Verzicht auf Grundgebühren mehr Kunden anzulocken.

Alternativ könnten sie natürlich auch die Transaktionsgebühren senken, doch die Erfahrung zeigt, dass der Verzicht auf Grundgebühren für die meisten Menschen wichtiger ist, selbst wenn sie mit niedrigeren Handelskosten mehr sparen würden. Wer nicht in diese psychologische Falle gehen will, nutzt am besten den Depotvergleich, der eine Grundgebühr den höheren Transaktionskosten gegenüberstellt.

Der Broker benk bietet beispielsweise ein Inlandspaket, das 25,- Euro im Monat kostet, unabhängig davon ob gehandelt wird oder nicht. Dafür sind über die Tradegate Exchange 100 Transaktionen im Monat kostenlos. Für langfristig orientierte Kleinanleger mit wenigen Käufen im Jahr lohnt sich das auf keinen Fall, doch aktive Trader, die täglich kaufen und verkaufen, können hier im Vergleich zu einem Broker ohne Grundgebühr aber mit hohen Transaktionskosten viel Geld sparen.

→ Ein genauer Kostenvergleich lohnt sich fast immer!

Wie Transaktionskosten berechnet werden

Die Berechnung der Transaktionsgebühr ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Allerdings ist die Struktur oft ähnlich. Wichtig sind dann vier Daten:

  • Die Pauschale je Transaktion
  • Die umsatzabhängige Gebühr
  • Die Mindestgebühr
  • Kosten von Dritten

Icon_RisikoDie Pauschale wird bei jeder Transaktion berechnet. Hinzu kommt dann ein Zuschlag, dessen Höhe vom Umsatz abhängig ist. Wenn die Summe aus Pauschale und Umsatzgebühr eine bestimmte Grenze unterschreitet, wird stattdessen eine Mindestgebühr in Rechnung gestellt. Mit dieser Struktur sollen Kleinanleger einerseits finanziell entlastet werden, andererseits wird aber abgebildet, dass die Abwicklung eines Auftrags über 1.000 Aktien keinen doppelt so hohen Verwaltungsaufwand bedeutet wie die über 500.

Beispiel: Ein Broker verlangt eine Grundgebühr in Höhe von 5,00 Euro und außerdem einen umsatzabhängigen Zuschlag von 0,5 Prozent. Die Mindestgebühr beträgt 10,00 Euro. Ein Anleger kauft für 900 Euro Aktien. Die Kosten werden dann so berechnet:

Grundgebühr 5,00 Euro

+ 0,5 Prozent von 900 Euro = 4,50 Euro

= 9,50 Euro.

Weil die Gebühr mit 9,50 Euro unter dem Mindestsatz von 10,00 Euro liegt, berechnet die Bank 10,00 Euro. Für Kleinanleger ist deshalb oft die Mindestgebühr die entscheidende Größe.

Zusätzlich fallen Börsengebühren an. Im Brokervergleich werden diese im Regelfall nicht berücksichtigt, weil sie nicht vom Broker, sondern vom Börsenplatz abhängig sind. Entscheidend ist also nicht, ob man über unseren Aktiendepot Testsieger S-Broker oder unseren Testsieger ETF Broker, die Onvista Bank, handelt, sondern ob man die Wertpapiere an der Tradegate Exchange oder der Frankfurter Wertpapierbörse kauft.

 

Es muss nicht immer die Frankfurter Wertpapierbörse sein, die hier im Bild zu sehen ist. Für deutsche Aktien bieten sich nicht nur die Regionalbörsen als Alternative an, sondern vor allem die Tradegate Exchange in Berlin, eine ehemals außerbörsliche Handelsplattform, die heute vor allem wegen der niedrigeren Gebühren attraktiv ist.

Es muss nicht immer die Frankfurter Wertpapierbörse sein, die hier im Bild zu sehen ist. Für deutsche Aktien bieten sich nicht nur die Regionalbörsen als Alternative an, sondern vor allem die Tradegate Exchange in Berlin, eine ehemals außerbörsliche Handelsplattform, die heute vor allem wegen der niedrigeren Gebühren attraktiv ist.

Die Börsengebühren werden oft ausschließlich prozentual vom Orderwert berechnet, auch hier gibt es aber oft Mindestkosten. Einige Broker bieten aber abweichende Gebührenstrukturen. Der Discount-Broker Flatex verlangt beispielsweise unabhängig vom Orderwert immer die gleiche Gebühr. Nur die Börsengebühren werden prozentual berechnet. Wer über die Berliner Tradegate Exchange, die jüngste deutsche Börse, handelt, der zahlt eine etwas höhere Pauschale, muss aber im Gegenzug keine Börsengebühren entrichten.

Den Brokervergleich richtig nutzen!

Weil die Gebührenstruktur oft so kompliziert ist, müssen im Brokervergleich diese Daten eingegeben werden:

  • durchschnittlicher Depotwert – denn einige Angebote sind erst ab einem bestimmten Wert kostenlos
  • Transaktionen pro Monat – Transaktionen verursachen die meisten Kosten
  • Höhe der Transaktionen – oft gibt es eine umsatzabhängige Gebührenkomponente

Sonderaktionen – gut oder schlecht?

Viele Broker bieten besondere Konditionen für Neukunden, beispielsweise niedrigere Handelsgebühren oder höhere Zinsen für das Tagesgeldkonto. Solche Aktionen sind aus Sicht des Kunden natürlich etwas Gutes, aber wer seinem Broker langfristig treu bleiben will, sollte sich nicht davon blenden lassen.

Teilweise sind solche Aktionen nämlich auf ein Vierteljahr begrenzt. Und selbst besondere Konditionen für ein Jahr lohnen sich nicht, wenn man anschließend zehn Jahre lang höhere Gebühren zahlt oder sich über schlechten Service ärgern muss.

Wer nur sehr selten Aktien kauft, braucht nicht unbedingt einen spezialisierten Broker. Direktbanken wie die ING-DiBa sind zwar meist etwas teurer und haben oft auch ein kleineres Angebot, sie bieten aber Girokonto, Festgeld, Immobiliendarlehen und Kredite aus einer Hand.

Wer nur sehr selten Aktien kauft, braucht nicht unbedingt einen spezialisierten Broker. Direktbanken wie die ING-DiBa sind zwar meist etwas teurer und haben oft auch ein kleineres Angebot, sie bieten aber Girokonto, Festgeld, Immobiliendarlehen und Kredite aus einer Hand.

Wer sich langfristig an einen Broker binden will, der sollte deshalb Begrüßungsangebote nur eingeschränkt berücksichtigen. Das gilt aber keineswegs für alle Anleger. Diese Anleger sollten ihnen durchaus Beachtung schenken:

  • Depot-Hopper, die regelmäßig den Anbieter wechseln
  • Einmalinvestoren, die eine größere Summe anlegen wollen

Wer den Aufwand nicht scheut, kann jährlich das Depot wechseln und immer wieder von  Eröffnungsangeboten profitieren. Allerdings sollte man den Zusatzaufwand beachten, nicht nur beim Wechseln, sondern auch später bei der Steuererklärung.

Auch für Einmalinvestoren können sich Eröffnungsangebote lohnen. Wer beispielsweise Geld geerbt hat und das jetzt investieren will, der kann dabei solche Sonderaktionen voll ausnutzen. Allerdings sollte man beachten, dass damit ein gewisses Risiko einhergeht. Wer nämlich alles zu einem Zeitpunkt investiert läuft Gefahr, dass er einen ungünstigen Termin erwischt. Das gilt vor allem, wenn die Börse ohnehin auf Rekordkurs ist und eine Kurskorrektur wahrscheinlich ist.

Wer Ende 2000 sein Geld in den DAX investierte, war erst rund sieben Jahre später wieder im Plus. Und das auch nur dank der Dividenden, die Kurse erreichten erst nach 15 Jahren wieder das alte Niveau. Besser ist es deshalb, regelmäßig in Aktien zu investieren. Das streut das Risiko.

Wer Ende 2000 sein Geld in den DAX investierte, war erst rund sieben Jahre später wieder im Plus. Und das auch nur dank der Dividenden, die Kurse erreichten erst nach 15 Jahren wieder das alte Niveau. Besser ist es deshalb, regelmäßig in Aktien zu investieren. Das streut das Risiko.

 

Besser ist deshalb ein regelmäßiges Investment. Auch hier können sich aber Eröffnungsangebote lohnen. Man investiert beispielsweise einen größeren Betrag sofort und den Rest über einen ETF-Sparplan. Für den gelten wiederum eigene Konditionen.

→ Wer regelmäßig Wertpapiere kauft läuft nicht Gefahr, direkt vor einer Kurskorrektur sein gesamtes Vermögen zu investieren.

Natürlich spricht nichts dagegen, auch immer wieder von Aktionen zu profitieren. Allerdings gilt immer, dass man nichts nur wegen eines kurzzeitigen Rabattes kaufen sollte, wenn man dafür langfristig hohe Gebühren zahlt oder ein schlechtes Produkt erwirbt.

Aktiendepot Gebühren sind nicht alles

Die Kosten sind einer der wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Depotwahl, aber nicht das einzige. Was sonst noch wichtig ist, hängt nicht zuletzt vom Anlegertyp ab. Wir haben diese Typen unterschieden:

  • Aktiver Anleger
  • Aktien und CFD-Handel
  • Langfristiger Anleger
  • ETF-Sparer

Wer als aktiver Anleger regelmäßig kauft und verkauft, der braucht vor allem niedrige Gebühren. Natürlich sind auch aktuelle Informationen und gute Möglichkeiten zur Chartanalyse wichtig, doch nach einer Weile wissen Trader, wo man diese Dienste umsonst oder zumindest kostengünstig bekommt. Diese Investoren sollten deshalb einen der günstigsten Broker im Vergleich auswählen.

Die Consorsbank bietet sowohl Aktien- als auch CFD-Handel. Anders als bei spezialisierten CFD-Brokern können Trader nicht mehr Geld verlieren, als sie eingezahlt haben. Eine Nachschusspflicht ist explizit ausgeschlossen.

Die Consorsbank bietet sowohl Aktien- als auch CFD-Handel. Anders als bei spezialisierten CFD-Brokern können Trader nicht mehr Geld verlieren, als sie eingezahlt haben. Eine Nachschusspflicht ist explizit ausgeschlossen.

Wer neben Aktien auch hochspekulative Derivate wie CFDs (Differenzkontrakte) handeln will, der braucht einen Broker, der diese Handelsform anbietet. Trader können sich entweder durch die Ergebnisliste des Preisvergleiches klicken – oder sie wählen gleich unseren CFD-Testsieger Consorsbank, der sowohl Aktien als auch CFDs anbietet. Besonders vorteilhaft, nicht nur für Einsteiger: die Consorsbank verzichtet auf eine Nachschusspflicht, niemand kann mehr als das investierte Geld verlieren. Das ist bei spezialisierten CFD-Brokern meist nicht so, hier kann der Broker Geld nachfordern, wenn die Verluste zu hoch sind.

Für langfristige Anleger, die ihr Depot nur selten umschichten, stehen dagegen die Depotgebühren im Vordergrund. Außerdem greifen vor allem Einsteiger oft zu Zertifikaten, die teilweise mehr Sicherheit versprechen. Entsprechend groß sollte das Angebot hier sein. Außerdem wünschen sie oft alle Bankdienste aus einer Hand.

Wer nicht individuell auf die Suche nach dem besten und billigsten Broker gehen will, kann hier unseren Aktiendepot-Testsieger S-Broker wählen. Der bietet unter anderem eine Zusammenarbeit mit der lokalen Sparkasse an. Wer dort ein Girokonto unterhält kann das bequem als Verrechnungskonto nutzen.

 

Wer seiner lokalen Sparkasse treu bleiben will, kann dort sein Girokonto unterhalten und es bei S-Broker als Verrechnungskonto nutzen.

Wer seiner lokalen Sparkasse treu bleiben will, kann dort sein Girokonto unterhalten und es bei S-Broker als Verrechnungskonto nutzen.

Für Kleinanleger sind aber auch ETFs besonders attraktiv. Diese bilden oft einen Index nach, beispielsweise den DAX. Deshalb brauchen sie kein teures Fondsmanagement, sorgen aber gleichzeitig für eine hohe Risikostreuung. Wer sich nur ein oder zwei Aktien ins Depot legt, kann auch bei steigenden Kursen Pech haben, wenn genau diese Papiere – oder auch nur eines davon – schlecht laufen. Besser ist es deshalb, sein Vermögen breit zu streuen, beispielsweise durch ein ETF auf den DAX oder den F.A.Z.-Index. Gut ist es auch, wenn ein paar ausländische ETFs mit im Depot sind, möglicherweise nicht nur aus den Industrieländern, sondern auch aus Schwellenländern. Unser Testsieger S-Broker bietet ein großes Angebot an ETFs, noch erfolgreicher hat im Test in der Kategorie ETFs aber die Onvista-Bank abgeschnitten.

Fazit

Icon_Blatt_mit_StiftWelcher Broker der richtig ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Wer weiß, was er möchte, der kann entweder gezielt im Brokervergleich nach einem entsprechenden Anbieter suchen oder sich gleich für den Testsieger aus dieser Kategorie entscheiden. Wer seinen Anlagestil noch finden muss wählt am besten einen breit aufgestellten Anbieter wie den Aktiendepot-Testsieger S-Broker.

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