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DAX Trading Strategie: Für jeden Typ die richtige

Die Wahl der richtigen DAX Trading Strategie sollte ganz am Anfang stehen

Ohne DAX Trading Strategien geht es an der Börse nicht. Welche die richtige ist, hängt nicht zuletzt vom Typ ab. Will man sich möglichst wenig um sein Depot kümmern oder soll auch der Spaß am Trading nicht zu kurz kommen? Entscheidend für die Wahl der richtigen Strategien ist vor allem der Anlagehorizont.

Auf den Anlagehorizont kommt es an

Unser Bild von der Börse ist von hektischen Männern geprägt, die stetig Aktien kaufen und verkaufen. Das Bild ist allerdings doppelt falsch. Für einen großen Teil des Handels sind längst Computer verantwortlich, die hektischen Männer sind weitgehend verschwunden.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele langfristige Investoren, die ihre Aktien jahrelang halten, teilweise sogar über ihr gesamtes Anlegerleben. 

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Keineswegs alle erfolgreichen Trader investieren nur kurzfristig. Anlegerlegende und Multimilliardär Warren Buffett investiert gerne langfristig und meidet aktuelle Moden. Ein Teil des von ihm verwalteten Vermögens steckt beispielsweise in Eisenbahngesellschaften.

Unter Ertragsgesichtspunkten raten Investorenlegenden wie André Kostolany und Warren Buffett zu einem langfristigen Anlagestil. Warren Buffett geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt jenen 99 Prozent, die nicht zu den besten Investoren gehören, ihr Geld passiv anzulegen. Dabei steht vor allem die breite Streuung des Vermögens im Vordergrund steht. Allerdings kommt dabei der Spaß am Traden deutlich zu kurz. Wer monatlich 100 Euro in einen ETF-Sparplan investiert, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nach 20 Jahren ein schönes Vermögen aufgebaut. Vom Börsenfeeling bekommt er aber wenig mit. Was die beste Strategie ist, hängt deshalb auch von den individuellen Vorlieben ab.

Wir haben hier drei Idealtypen zusammengestellt:

  • Der langfristige passive Investor
  • Der langfristige aktive Investor
  • Kurzfristig orientierte Investoren und Daytrader

Natürlich können Anleger auch ihr Geld nach unterschiedlichen Stilen verwalten. Ein Teil wird langfristig angelegt und breit gestreut, beispielsweise in ETFs. Der andere wird kurzfristig in Aktien investiert oder sogar in spekulative Differenzkontrakte (CFDs). Wer spekulativ anlegt, für den ist es sogar sinnvoll, dafür nur einen Teil seines Vermögens zu verwenden, schließlich ist das Risiko groß.

Typ 1: Langfristiger, passiver Investor

Wer nicht viel Zeit in seine Geldanlage investieren und an der Börse langfristig etwas Geld zurücklegen will, für den sind passive Anlagestrategien besonders geeignet. André Kostolany riet einst Aktien zu kaufen und sie unters Kopfkissen zu legen. 

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Auch wenn es an der Börse insgesamt nach oben geht, können einzelne Aktien vom Markt verschwinden, wie ein Blick auf diesen Kurszettel von 1992 zeigt. Nicht immer war es zum Nachteil der Aktionäre, wenn ein Unternehmen verschwand. Viele wurden übernommen oder fusionierten, bei einigen wie Holzmann machten die Anleger aber hohe Verluste. Wer sich wenig mit seiner Geldanlage beschäftigten will oder nicht genug Geld hat, um sein Vermögen breit zu streuen, für den sind ETFs eine gute Wahl. 

Heute geht das mit Indexfonds allerdings einfacher als mit Einzelaktien. Denn sie bilden einen ganzen Index wie den DAX nach. Das sorgt für eine breite Risikostreuung, denn auch wenn es an der Börse insgesamt nach oben geht, können einzelne Aktiengesellschaften sich schlecht entwickeln oder gleich ganz vom Markt verschwinden.

Wer mit Hilfe eines Sparplans monatlich oder zumindest mehrmals pro Jahr Geld in ETFs investiert, hat noch einen weiteren Vorteil. Er vermeidet es, sein gesamtes Geld direkt vor einer Kurskorrektur zu investieren. Wer beispielsweise im Februar 2000 einstieg, war erst fast acht Jahre später wieder im Plus. Unter Berücksichtigung der Dividenden wohlgemerkt, die Kurse (gemessen mit dem DAX-Kursindex) erreichten erst nach 15 Jahren im März 2015 wieder das alte Niveau, um dann gleich darauf wieder darunter abzusinken.

Bei der Einzahlung in einen Sparplan wird dagegen ein Teil zu hohen und ein Teil zu niedrigen Kursen investiert. Und man profitiert sogar noch von einem weiteren Effekt, denn bei niedrigen Kursen bekommt der Anleger für sein Geld deutlich mehr Aktien oder Fondsanteile. Er kauft also ganz automatisch einen großen Teil zu günstigen Kursen.

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Ein Geheimtipp für Anleger, die ihr Deutschland-Investment breit streuen wollen, sind ETFs auf den F.A.Z.-Index. Der enthält nämlich 100 statt 30 Aktien, darunter alle DAX- und MDAX-Werte. Einziger Nachteil: Der F.A.Z.-Index ist ein Kursindex, berücksichtigt also keine Dividenden. Viele Zertifikate und ETFs leiten die Dividenden natürlich trotzdem an ihre Kunden weiter, entweder als regelmäßige Auszahlung oder durch eine Wiederanlage. Im letzteren Fall entwickelt sich der ETF dann besser als der Index, das reduziert aber die bei Indexfonds so vorteilhafte Transparenz. Bild: Onvista.de

Der Aufwand ist bei dieser DAX Trading Strategie denkbar gering. Achten sollten Anleger nur auf eine breite Risikostreuung, neben dem DAX sollten auch noch ein paar ausländische Papiere im Depot liegen.

Wer in einen ETF-Sparplan investieren will, sollte das schon bei der Wahl seines Brokers berücksichtigen. Denn je nach Broker werden unterschiedlich viele Sparpläne angeboten. Gut ist die Auswahl beispielsweise bei Comdirect, S-Broker und 1822direkt.

Typ 2: Langfristiger, aktiver Investor

Wer langfristig investieren und dabei aber eine aktive Auswahl vornehmen will, der muss gezielt Aktien auswählen. Langfristig ausgerichtete Strategien stützen sich vor allem auf die Analyse fundamentaler Daten. Die wichtigsten Strategien sind:

  • Value Investing
  • Growth Investing
  • Quality Investing

Besonders beliebt ist das Value Investing. Dabei geht es darum, unterbewertete Unternehmen zu finden, also Firmen, deren Wert nicht ausreichend durch den Kurs wiedergegeben wird. Ein wichtiges Hilfsmittel sind dabei das Kurs-Gewinn- und das Kurs-Cashflow-Verhältnis. Damit wird angegeben, dem Wievielfachen des Gewinns beziehungsweise des Gewinns plus Abschreibungen der Kurs entspricht. Je höher die Zahl, desto teurer ist das Unternehmen.

Daneben sollten Investoren aber auch darauf achten, ob das Unternehmen zukunftsträchtig ist. Ein hoher Gewinn bringt wenig, wenn das Geschäftsmodell keine Zukunft hat und die Erträge bald ausbleiben.

Anmeldestärkste technische Gebiete / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/24954 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Europäisches Patentamt (EPA)"

Wachstumsstarke Unternehmen stehen im Zentrum beim Growth Investing. Dazu genügt es aber nicht, möglichst viele Patente anzumelden, man muss sie auch zu Geld machen können.

In eine ähnliche Richtung geht auch das Quality Investing. Hier werden gezielt Aktien von erfolgreichen Unternehmen und Marktführern ausgesucht. Auch hier ist wichtig, dass das gekaufte Unternehmen nicht zu teuer ist, allerdings würde ein Investor beim Value Investing auch ein Unternehmen kaufen, dass nur mittelmäßig gut geführt ist, wenn der Kurs dafür entsprechend niedrig ist, beim Quality Investing beschränkt sich die Auswahl auf die Top-Unternehmen.

Beim Growth Investing steht dagegen das Wachstum im Fokus. Ein Unternehmen darf dann auch teuer sein, wenn es entsprechend gute Zukunftsprognosen aufweist, wie das beispielsweise bei jungen Technologieunternehmen oft der Fall ist.

Typ 3: Kurzfristige Anleger und Daytrader

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Bei kurzfristigen Anlageentscheidungen ist vor allem die Chartanalyse besonders hilfreich.

Wer kurzfristig sein Geld anlegen und Wertpapiere nur kurz halten will, für den sind Strategien wie das Value Investing nur bedingt geeignet. Denn oft dauert es Monate oder Jahre, bis sich zeigt ob ein Unternehmen tatsächlich unterbewertet war.

Icon_Blatt_mit_StiftVor allem Daytrader, die Papiere meist noch am Kauftag wieder verkaufen, nutzen deshalb die Fundamentalanalyse nur selten. Natürlich können grundsätzliche Überlegungen und wirtschaftliche Analysen auch hier hilfreich sein, wer beispielsweise damit rechnet, dass die Europäische Zentralbank in ihrer Sitzung die Zinsen erhöhen wird, kann entsprechend reagieren und beispielsweise auf einen steigenden DAX oder Euro setzen.

Eine einfache und doch oft erfolgreiche Strategie für Daytrader und kurzfristige Investoren ist die Trendfolgestrategie. Dabei wird unterstellt, dass ein aktueller Trend sich noch weiter vorsetzt, dass also die Kurse weiter steigen, wenn sie die letzten Tage gestiegen sind.

Um den Trend zu erkennen nutzen Anleger einfache Hilfsmittel wie den gleitenden Durchschnitt, bei dem man für jeden Datenpunkt das arithmetische Mittel aus dem aktuellen sowie einer festgelegten Zahl von vergangenen Werten bildet. Ebenfalls auf dem gleitenden Durchschnitt (Moving Average) basieren etwas komplexere Indikatoren wie der MACD ((Moving-Average-Convergence-Divergence), bei dem mehrere gleitende Durchschnitte ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet die Strategie sogar als die beste Börsenstrategie des Jahrhunderts. In wie weit sie aber auch im 21. Jahrhundert trotz Hochfrequenzhandel erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. 

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Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation zeichnet sich durch drei Spitzen aus, von denen die mittlere die höchste ist. Sie leitet oft einen Kursrückgang ein, da der letzte Anstieg nicht mehr den vorherigen erreichen konnte. Es gibt auch die umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die das Ende einer Abwärtsbewegung andeutet.

In die entgegengesetzte Richtung geht die Trendwendestrategie. Dabei versucht man Richtungswechsel zu prognostizieren, beispielsweise weil der Kurs an einer bestimmten Linie bisher regelmäßig die Richtung wechselte. Wenn die Barriere einen weiteren Kursanstieg ausbremst spricht man von einer Widerstandslinie, wenn sie einen Rückgang beendet von einer Unterstützungslinie.

Für kurzfristige Anleger ist außerdem ein Broker mit günstigen Handelsgebühren wichtig, beispielsweise das Kulmbacher Unternehmen Flatex.

Fazit

Icon_Blatt_mit_StiftJe nach Anlegertyp sind andere Strategien die richtigen. Für eine langfristige Investition sind auf der Fundamentalanalyse beruhende Vorgehensweisen wie das Value Investing gut geeignet. Weil langfristig fast immer ein Aufwärtstrend an den Börsen zu beobachten ist, ist das breite Investieren in verschiedene Indizes eine ebenso einfach umzusetzende wie vielversprechende Strategie. Wer dagegen vor allem kurzfristig investiert, findet eher bei auf der Technischen Analyse basierenden Strategien wie der Trendfolgestrategie erfolgversprechende Möglichkeiten. Natürlich können Anleger auch verschiedene Stile verfolgen und einen Teil langfristig und eher passiv in ETFs anlegen und mit einem anderen Daytrading betreiben.

 

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