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Was ist die Börse? Das kleine Einmaleins für Anfänger

Die Börse funktioniert nach einem sehr einfachen Prinzip

An der Börse werden Aktien, Derivate und zahlreiche weitere Wertpapiere gehandelt. Dabei funktioniert jede Börse nach einem relativ einfachen Prinzip, denn die Grundlage für den Handel mit Finanzprodukten sowie deren Kursfeststellung stellen Angebot und Nachfrage dar. Im Folgenden möchten wir Ihnen möglichst viele Informationen zum Thema Börse an die Hand geben.

Das Wichtigste zur Börse im Überblick:

  • Börsenhandel basiert auf Angebot und Nachfrage
  • Aktien, Anleihen, ETFs und zahlreiche andere Produkte handelbar
  • es gibt Präsenz- und Computerbörsen
  • Börsenhandel und OTC-Handel als Alternativen

Was ist die Börse?

Icon_WissenViele Anleger in Deutschland sind nach wie vor zwar nicht an der Börse investiert, wissen aber zumindest, worum es sich grundsätzlich bei der Börse handelt. Dennoch gibt es auf der anderen Seite auch zahlreiche Verbraucher, insbesondere junge Erwachsene, die sich die Frage stellen: Was ist die Börse? Bereits in den Schulen wird immer häufiger das Thema Handel und Börse besprochen, wobei es durchaus sinnvoll ist, die Börse für Anfänger (Link auf Ratgeber Börse für Anfänger) mit einem Marktplatz zu vergleichen. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass an der Börse Aktien und andere Wertpapiere sowie Derivate gehandelt werden. In erster Linie sind es die folgenden Finanzprodukte, die auch der ganz „normale“ Verbraucher an der Börse kaufen und wieder verkaufen kann:

  • Aktien
  • ETF-Fonds
  • Rentenpapiere
  • Derivate, zum Beispiel Optionen und Futures
  • CFDs und Devisen

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Finanzprodukten, die an der Börse handelbar sind. Vereinfacht dargestellt treffen sich an einer Börse zwei Gruppen von Marktteilnehmern, nämlich einerseits Personen, die ein bestimmtes Finanzprodukt kaufen möchten. Die andere Gruppe der Marktteilnehmer stellen die Verkäufer dar, die bereits Wertpapiere oder andere Finanzprodukte besitzen und diese an der Börse natürlich zu einem möglichst guten Preis wieder verkaufen möchten.

Bei der Börse handelt es sich im Prinzip um einen Finanzmarktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage herrschen. Gehandelt werden können insbesondere zahlreiche Wertpapiere, wie zum Beispiel Aktien, ETF-Fonds und Anleihen.

Bei der Börse handelt es sich im Prinzip um einen Finanzmarktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage herrschen. Gehandelt werden können insbesondere zahlreiche Wertpapiere, wie zum Beispiel Aktien, ETF-Fonds und Anleih

Wie funktioniert die Börse?

Icon_WebseiteNachdem Sie nun wissen, worum es sich grundsätzlich bei der Börse handelt, schließt sich daran die Frage an, wie die Börse im Detail funktioniert. Hier ist wieder der Vergleich mit dem Marktplatz passend, auf dem beispielsweise an jedem Wochenende Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel verkauft werden. Falls Sie sich bereits etwas näher mit der Funktionsweise eines solchen Marktplatzes auseinandergesetzt haben, werden Sie wissen, dass es insbesondere Angebot und Nachfrage sind, die letztendlich für die Preisgestaltung verantwortlich sind.

Verkaufen auf dem Marktplatz beispielsweise viele Geschäftsleute Äpfel, während der Bedarf bei den Verbrauchern nur relativ gering ist, würde dies zu relativ geringen Preisen führen. In diesem Fall gibt es nämlich viele Anbieter und wenige Nachfrager, sodass ein Überangebot besteht. Natürlich kann auf jedem Marktplatz auch genau der umgekehrte Fall eintreten, nämlich dass beispielsweise viele Markteilnehmer in Form der Käufer gerne Kartoffeln haben möchten, es allerdings nur wenige Verkäufer gibt, welche dieses Nahrungsmittel derzeit anbieten. In diesem Fall wurde die Situation eher für höhere und steigende Preise sprechen.

Nach genau dem gleichen Muster funktioniert im Prinzip auch die Börse und Sie können mit diesem Hintergrundwissen auch den Aktienhandel lernen. Auch dort kommt es darauf an, wie sich das Verhältnis von Anbietern und Nachfragern, also von Käufern und Verkäufern, gestaltet. Allerdings ist es vor allem interessant zu wissen, welche Faktoren die Nachfrage und das Angebot beeinflussen. Darauf gehen wir im Folgenden noch etwas näher ein. Im Detail funktioniert die Börse dann so, dass Banken und Brokeraufträge ihrer Kunden entgegennehmen und an die Börse weiterleiten. Dort sind die sogenannten Börsenmakler dann dafür zuständig, dass möglichst viele dieser Aufträge ausgeführt werden können.

Dazu müssen sie anhand der vorgegebenen Daten, beispielsweise der gewünschten Stückzahl oder eines Preislimits, versuchen, jeweils passende Parteien zueinander zu führen. Möchte also beispielsweise der Kunde der Bank X gerne 100 Daimler-Aktien kaufen, müssen die Börsenmakler versuchen, einen anderen Kunden des Brokers Y zu finden, der die gleiche Stückzahl an Aktien gerne verkaufen möchte. Stimmen dann noch die beiden Preisvorstellungen der Kunden überein, kann der Auftrag prinzipiell ausgeführt werden.

Die Börse funktioniert nach einem relativ einfachen Prinzip und ist mit einem Marktplatz zu vergleichen. Dabei stellen Angebot und Nachfrage die Grundlage für die Preisfindung dar, wobei es allerdings diverse Faktoren gibt, die einen Einfluss nehmen können.

Wodurch werden Angebot und Nachfrage an der Börse beeinflusst?

Das Grundprinzip einer jeden Börse, somit auch der Wertpapierbörse, funktioniert also auf der Basis von Angebot und Nachfrage. In dem Zusammenhang stellt sich natürlich die spannende Frage, welche Faktoren wiederum die Nachfrage und das Angebot beeinflussen können. Hier sind es durchaus zahlreiche Nachrichten, Ereignisse und Daten, die einen Einfluss auf die Nachfragesituation an der Börse nehmen können. Diese zahlreichen Faktoren lassen sich zur besseren Übersicht auch in verschiedene Gruppen und Kategorien einteilen, wie zum Beispiel:

  • fundamentale Unternehmensdaten
  • Wirtschaftsdaten
  • politische Situation
  • psychologische Faktoren (Anlegerverhalten)
  • charttechnische Faktoren
Es gibt zahlreiche Faktoren, die sich auf die Nachfrage an der Börse auswirken können. Zu nennen sind hier beispielsweise fundamentale Unternehmensdaten, die wirtschaftliche Entwicklung und auch psychologische Faktoren, also dass Anlegerverhalten, haben einen immer größeren Einfluss.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die sich auf die Nachfrage an der Börse auswirken können. Zu nennen sind hier beispielsweise fundamentale Unternehmensdaten, die wirtschaftliche Entwicklung und auch psychologische Faktoren, also dass Anlegerverhalten, haben einen immer größeren Einfluss.

Innerhalb dieser Kategorien gibt es durchaus zahlreiche Einzelfaktoren, die letztendlich in der Summe dazu führen können, dass die Nachfrage nach bestimmten Wertpapieren entweder steigt oder fällt. Interessant ist, dass insbesondere die sogenannten psychologischen Faktoren in den vergangenen Jahren immer mehr Einfluss auf die Kurse genommen haben. Gemeint ist damit vor allem das Verhalten der Anleger, welches häufig nicht auf nachvollziehbaren fundamentalen und wirtschaftlichen Daten basiert, sondern beispielsweise von bestimmten Ereignissen und auch vom Verhalten der breiten Masse geprägt wird. Aus einer solchen Situation heraus kann dann an der Börse relativ schnell eine Panik entstehen, die zu deutlich fallenden Kursen führt, die eigentlich von fundamentaler Seite aus betrachtet nicht nachvollziehbar sind.

Auf der anderen Seite sind es aber auch zahlreiche Daten und Nachrichten über den entsprechenden Emittenten des Wertpapiers sowie über die gesamtwirtschaftliche Situation, die ebenfalls großen Einfluss auf das Angebot und vor allem auf die Nachfrage an der Börse haben. Bis es zur aktuellen Niedrigzinssituation kam, galt beispielsweise an der Börse der Leitsatz, dass bei sinkenden Zinsen am Kapitalmarkt meistens mit steigenden Aktienkursen zu rechnen ist. Dies wurde so begründet, dass Anleger bei sinkenden Zinsen in attraktivere Anlageformen flüchten, zu denen beispielsweise auch das Investment in Aktien oder andere Wertpapiere an der Börse gehört. Heute ist diese Regel etwas aus den Fugen geraten, denn die Kapitalmarktzinsen sind zwar auf einem extrem niedrigen Niveau, aber dennoch zeigt sich die Börse relativ volatil, die Kurse schwanken also hin und her.

Wie können Anleger an der Börse handeln?

Die Börsen lassen sich heutzutage in zwei große Gruppen einteilen, nämlich in die sogenannten Präsenzbörsen auf der einen und die Computerbörsen auf der anderen Seite. Als Präsenzbörsen werden prinzipiell die Börsenplätze bezeichnet, an denen vor Ort tatsächlich auf dem Parkett gehandelt wird. Man bezeichnet dies auch als Parketthandel, was symbolisieren soll, dass die Börsenmakler tatsächlich vor Ort sind und Wertpapiere an- und verkaufen. Das Gegenstück ist der sogenannte Computerhandel, bei dem die erteilten Aufträge ausschließlich über die Computersysteme laufen und dort automatisch Käufer und Verkäufer zusammengeführt werden. Für den Anleger selbst ist es vom Ablauf her kein Unterschied, ob er einen Handelsauftrag für eine Präsenzbörse oder für den Computerhandel erteilt. Allerdings gehen Experten davon aus, dass es im Laufe der Zeit immer weniger Präsenzbörse und somit immer weniger Parketthandel geben wird, da die Abwicklung über die Computersysteme einfach schneller, effizienter und kostensparender ist.

Direkt an der Börse handeln können nur Banken und Broker mit einer entsprechenden Lizenz und selbstverständlich die offiziellen Börsenmakler. Anleger können in dem Sinne indirekt an der Börse handeln, indem sie Banken und Brokern Aufträge erteilen, die dann weitergeleitet und an der Börse ausgeführt werden.

Direkt an der Börse handeln können nur Banken und Broker mit einer entsprechenden Lizenz und selbstverständlich die offiziellen Börsenmakler. Anleger können in dem Sinne indirekt an der Börse handeln, indem sie Banken und Brokern Aufträge erteilen, die dann weitergeleitet und an der Börse ausgeführt werden.

Wie bereits erwähnt, dürfen zunächst einmal ausschließlich Börsenmakler und andere berechtigte Personen an der Börse handeln. Daher stellt sich durchaus die Frage, was Anleger eigentlich tun müssen, um ebenfalls an der Börse handeln zu können. Dazu ist festzuhalten, dass Anleger niemals direkt selbst an der Börse handeln dürfen, sondern der Handel erfolgt durch Banken, Broker und eben durch die genannten Börsenmakler. Der Anleger hat allerdings die Möglichkeit, seiner Bank oder seinem Broker einen Auftrag zu erteilen, in seinem Namen an der Börse zu handeln.

Icon_WebseiteDazu ist in der Regel ein Online-Zugang zu einem Handelssystem notwendig, welches mittlerweile von den weitaus meisten Banken und natürlich vor allem von den Online-Brokern zur Verfügung gestellt wird. Man spricht in dem Zusammenhang übrigens auch vom sogenannten Online-Brokerage (Link auf Ratgeber Online Brokerage). Hier hat der Kunde die Möglichkeit, beispielsweise ein Wertpapierdepot zu verwalten und eben über die Handelsplattform Aufträge zu erteilen. Demzufolge ist es unabdingbar, zunächst einmal ein Aktiendepot zu eröffnen (Link auf Ratgeber Aktiendepot eröffnen) oder beispielsweise für den Devisenhandel ein spezielles Handelskonto bei einem Forex-Broker zu eröffnen, wenn anschließend an den Finanzbörsen Finanzprodukte gekauft und verkauft werden sollen.

Was ist der Unterschied zwischen Börsenhandel und OTC-Handel?

Grundsätzlich können Wertpapiere nicht nur an der Börse gehandelt werden, sondern es gibt noch eine Art Gegenstück, nämlich den sogenannten OTC-Handel. Die Abkürzung OTC steht dabei für „Over the counter“. Gemeint ist damit, dass der Handel nicht über die Börse stattfindet. Stattdessen funktioniert der OTC-Handel, der außerbörsliche Handel, so, dass Banken und Broker direkt untereinander zwei passende Kontrahenten suchen, sodass beide erteilte Aufträge ausgeführt werden können.

Neben dem Börsenhandel gibt es alternativ bzw. zusätzlich auch die Möglichkeit, außerbörslich Handelsaufträge zu erteilen. Beim sogenannten OTC-Handel können mitunter andere Kurse festgestellt werden und die Kosten sind für Anleger meistens etwas geringer als beim Handel an der Börse.

Neben dem Börsenhandel gibt es alternativ bzw. zusätzlich auch die Möglichkeit, außerbörslich Handelsaufträge zu erteilen. Beim sogenannten OTC-Handel können mitunter andere Kurse festgestellt werden und die Kosten sind für Anleger meistens etwas geringer als beim Handel an der Börse.

Im Prinzip können Sie sich den außerbörslichen Handel also so vorstellen, dass ein Kunde der Bank A gerne 100 Telekom-Aktien kaufen möchte, während es bei der Bank B, die regelmäßig mit der Bank A handelt, einen anderen Kunden gibt, der gerne 100 Telekom-Aktien verkaufen möchte. Demzufolge werden die beiden Aufträge der Kunden in direkter Verrechnung unter den zwei Banken ausgeführt, ohne dass die Order erst noch über die Börse geleitet werden muss. Diese Effizienz führt auch dazu, dass der außerbörsliche Handel in den meisten Fällen für Kunden etwas preiswerter ist, als wenn die Order an der Börse ausgeführt wird.

Icon_WissenSo gibt es beim OTC-Handel beispielsweise keine Maklercourtage und keine Börsengebühren, sondern in aller Regel wird zu einem Festpreis gehandelt. Im direkten Vergleich zwischen Börsenhandel und OTC-Handel sind – bis auf den Kostenfaktor – prinzipiell für den Kunden weder Nachteile noch Vorteile vorhanden. Allerdings kann es manchmal eine abweichende Liquidität gehen, sodass ein Auftrag beispielsweise im Rahmen des Börsenhandels nicht ausgeführt werden kann, weil der Gegenpart fehlt. Statt stattdessen kann jedoch eine Orderausführung im Rahmen des OTC-Handels erfolgen. Darüber hinaus können die Preise ebenfalls abweichen. Denn an der Börse wird der Kurs offiziell vom Börsenmakler anhand von Angebot und Nachfrage festgestellt, während es beim OTC-Handel so ist, dass vor allem versucht wird, direkt zwei passende Aufträge zueinander zu führen. Demzufolge kann es durchaus geringe Preisabweichungen begeben.

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