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DAX Trading Signale: Blick in die Zukunft

Trading Signale lassen die weitere Entwicklung erahnen

DAX Trading Signale sollen helfen, die weitere Entwicklung des Index vorherzusehen. Einige Signalanbieter werben sogar mit garantierten Gewinnen. Was ist davon zu halten? Und wie sehen die wichtigsten Signale aus?

Was sind Trading-Signale und wie zuverlässig sind sie?

„Mit unserem System gewinnen sie garantiert immer“ oder „Nie wieder auf die falschen Aktien setzen“, so oder so ähnlich lesen sich manche Werbebotschaften von Signalanbietern. Diese liefern gegen Geld Handelssignale für den DAX. Dabei wird meist auf Ergebnisse der technischen Analyse zurückgegriffen, vor allem der Chartanalyse. 

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Ein vergleichsweise einfacher Indikator ist der gleitende Durchschnitt, hier der gleitende 5-Tages-Schnitt (graue Linie). Dabei wird einfach für jeden Datenpunkt der Durchschnitt aus dem aktuellen sowie den vier vorherigen Werten berechnet. Er hilft, Trends zu erkennen, denn die aktuelle Entwicklung wird dabei geglättet.

Aufgrund des Kursverlaufs in der Vergangenheit werden dabei Trends und Wendepunkte identifiziert. Ein Signal könnte beispielsweise das Erreichen einer Widerstandslinie sein, also einer Linie, die der Kurs bisher nicht überschreiten konnte. Das kann entweder ein fester Kurs sein oder auch eine steigende oder fallende Linie.

Auch wenn manche Signalanbieter etwas anderes versprechen, eine Garantie auf Gewinne gibt es auch bei dieser Methode nicht. Für langfristige Investoren eignen sich solche Signale ohnehin nur eingeschränkt, denn sie geben meist kurzfristige Trends wieder. Wer langfristig investieren und seine Aktien über mehrere Jahre halten will, für den sind andere Strategien wie das Value Investing attraktiver. Oder man verteilt sein Vermögen auf mehrere ETFs und reduziert so sein Risiko. Wer dagegen kurzfristig und spekulativ investiert, beispielsweise mit Differenzkontrakten (CFDs), für den können Signale eine gute Hilfe sein.

Welche DAX Trading Signale für einen Trader die geeigneten sind, hängt nicht zuletzt von der individuellen Herangehensweise ab. Auch wer die Signale zukauft, sollte aber zumindest die wichtigsten verstanden haben.

Der Trend als Signalgeber

Die sogenannte Trendfolgestrategie analysiert die aktuelle Entwicklung und setzt sie in die Zukunft fort. Dahinter steht die Überlegung, dass auch im Zeitalter des Hochfrequenzhandels Trends mehrere Tage oder sogar Monate lang intakt sein können. In der Vergangenheit war diese Strategie oft erfolgreich, weshalb die Süddeutsche Zeitung sie zur besten Börsenstrategie des Jahrhunderts kürte.

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Die Trendfolgestrategie anwenden heißt ein Stück weit mit der Herde zu marschieren. Aber jeder, der schon mal an einem großen Hauptbahnhof in der Hauptverkehrszeit gegen den Strom zum Zug wollte weiß, dass das nicht immer schlecht ist. An der Börse sollte man die Herde aber rechtzeitig wieder verlassen, wenn sie gerade auf eine Klippe zusteuert.

Teilweise ist der Trend schon auf den ersten Blick erkennbar, doch mitunter kann die Technische Analyse wertvolle Hinweise geben. Eine einfache Möglichkeit der Trendanalyse ist der gleitende Durchschnitt. Dabei werden mehrere Datenpunkte zusammengezählt und das arithmetische Mittel daraus berechnet.

Liegt der aktuelle Kurs über dem gleitenden Durchschnitt, dann spricht das für einen Bullenmarkt, also weiter steigende Kurse, liegt er darunter ist ein Kursrückgang zu erwarten.

Weitere Signale auf Basis des gleitenden Durchschnitts: MACD

Drei gleitende Durchschnitte benötigt man für ein anderes Kurssignal, den MACD. Die Abkürzung steht für Moving Average Convergence/Divergence, also etwa Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts.

Dabei werden die gleitenden Durchschnitte exponentiell gewichtet, das bedeutet, dass aktuelle Werte ein höheres Gewicht haben als ältere. Schließlich wird die Differenz aus den beiden Durchschnitten gezogen. Dabei wird der kürzere (Fast) vom längeren (Slow) abgezogen, meistens der 12-Tage-Schnitt vom 26-Tage-Schnitt. Ein positiver MACD deutet auf einen Aufwärtstrend hin, ein negativer auf einen Abwärtstrend.

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Wenn zwei gleitende Durchschnitte mit unterschiedlich vielen Werten sich schneiden, steht oft eine Trendwende bevor.

Oft wird zusätzlich noch eine Signallinie berechnet, für die man üblicherweise den exponentiell gewichteten 9-Tages-Schnitt verwendet. Schneidet der MACD die Signallinie von unten nach oben, ist das ein Kaufsignal, im umgekehrten Fall ein Verkaufssignal. 

Eine etwas einfachere Variante ist der Vergleich zweier gleitender Durchschnitte ohne exponentielle Gewichtung. Auch hier ist das Schneiden der Linien ein wichtiges Signal für eine Trendwende.

Unterstützungs- und Widerstandslinien

Wichtige Signale ergeben sich auch aus Unterstützungs- und Widerstandslinien. Das sind Marken, die mehrmals nicht durchbrochen worden sind. Die Ursache dafür können psychologischer Natur sein oder mit dem Kaufverhalten einzelner Akteure zusammenhängen, beispielsweise weil ein Großaktionär mit Stützungskäufen beginnt, wenn eine bestimmte Schwelle erreicht wird.

Bei einer Begrenzung nach oben spricht man von einer Widerstandslinie, bei einer nach unten von einer Unterstützungslinie. Wenn sich der Kurs einer dieser Linien nähert, ist mit einer baldigen Trendwende zu rechnen. Allerdings können diese Linien auch durchbrochen werden, eine Entwicklung die dreimal bei einem bestimmten Kurs endet, kann beim vierten Male die Barriere doch durchdringen. In diesem Fall sollte man die Strategie schnell wechseln, denn dann wird oft ein längerer Trend eingeleitet.

Ein Beispiel: Der Kurs einer Aktie hat sich bereits zweimal dem Kurs von 44.00 Euro genähert, beide Mal aber die Barriere nicht durchbrechen können. Weil der Kurs aktuell bei 43,96 Euro steht, setzt ein Trader auf fallende Kurse. Falls die Aktie trotzdem über den Wert von 44.00 Euro steigt, sollte der Händler schnell umschwenken, denn jetzt könnte eine längere Aufwärtsbewegung folgen. 

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Durch das Verbinden von mindestens zwei Höchst- und mindestens zwei Tiefstkursen ergibt sich hier ein Korridor, in dem sich der weitere Kurs bewegen könnte.

Nicht immer müssen solche Entwicklungen aber bei festen Kursen abbrechen. Mitunter kann die Unter- oder Obergrenze auch über die Zeit ansteigen oder fallen.

Signale kaufen

Icon_Kosten1Es gibt noch zahlreiche weitere Spielarten der technischen Analyse, aus denen man Signale für den Handel mit Aktien oder anderen Wertpapieren ableiten kann. Natürlich lassen diese sich auch kaufen. Meistens erfährt man allerdings nicht, auf Basis welcher Methoden die Unternehmen zu ihrem Urteil kommen. Stattdessen erhält man eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Wer DAX Trading Signale erwirbt bekommt also eine Empfehlung, beim DAX auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Das geht besonders einfach mit einem CFD, einem ETF oder einem Zertifikat.  Bei Differenzkontrakten ist der Hebel höher, mit wenig Geld lassen sich hier große Gewinne – oder Verluste – machen. ETFs dagegen haben den Vorteil, dass sie über einen normalen Aktienbroker gekauft werden können und meist nicht mehr als der Einsatz verloren werden kann. Auch mit Optionsscheinen lässt sich sowohl auf steigende wie auch fallende Kurse setzen, diese lassen sich ebenfalls über einen regulären Broker wie S-Broker oder Flatex kaufen.

Fazit

DAX Trading Signale lassen sich mit Hilfe der technischen Analyse ermitteln. Dabei gibt es verschiedene Methoden. Relativ einfach sind solche, die auf einer Fortschreibung des aktuellen Trends basieren. Alternativ lassen sich Trading Signale auch kaufen. Grundsätzlich sind sie vor allem für aktive Trader geeignet, die kurzfristig investieren wollen. Wer langfristig Aktien oder ETFs kaufen und die sich 30 Jahre unters Kopfkissen legen will, für den sind die Fundamentalanalyse und eine breite Risikostreuung wichtiger.