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Griechen Bedeutung bei Optionen – Delta, Gamma und Co. erklärt

Die Geldanlage und vor allem aktives Trading ist ein schwieriges Geschäft. Das liegt zum einen an einem selbst, der man häufig von Gier getrieben und von Ängsten geplagt ist, zum anderen an den volatilen Märkten und den Schwankungen von Aktien, Indizes und Rohstoffen und nicht zuletzt auch an der Komplexität des Marktes und der Finanzinstrumente die es braucht, um die verschiedenen Märkte in verschiedenen Phasen auch erfolgreich handeln zu können. Optionen gehören zu den sehr beliebten aber auch sehr komplexen Finanzinstrumenten. Mit ihnen kann man den Hebel erhöhen und so mit geringem Kapitalaufwand größere Trades durchführen oder aber auf fallende Kurse setzen. Man ist also maximal flexibel und gerade die Flexibilität ist häufig der Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Doch diese Flexibilität macht Optionen auch sehr Komplex und daher muss man sich als Trader genau mit ihnen beschäftigen, herausfinden wie sie funktionieren und zum Beispiel die Bedeutungen der Griechen bei Optionen kennen. Damit auch Sie ein Experte für Optionen werden, erfahren Sie hier die genauen Bedeutungen der Griechen bei Optionen.

  • Endlich Klarheit: Das bedeuten die „Greeks“ bei Optionen
  • Delta, Gamma, Vega und Theta einfach und anschaulich erklärt
  • Lernen Sie die vier wichtigsten Griechen und ihre Bedeutungen kennen
  • Preisänderung, Laufzeit und Zeitwert werden erklärt und eingeordnet

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Wenn man plötzlich nichts mehr versteht

Der Handel mit Optionen ist durchaus komplex und bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Dennoch muss gesagt sein, dass der Zugang zur Materie einfacher ist, als er auf den ersten Blick zu sein scheint und das liegt vor allem an den Griechen. Häufig auch auf Englisch als „Greeks“ bezeichnet, stehen die Griechen für bestimmte Werte bzw. Verhältnisse bei Optionen und verschrecken so Einsteiger, die mit diesen Begriffen nichts anfangen können und so gar nicht erst damit beginnen, sich mit Optionen auseinanderzusetzen.

Das ist allerdings nicht nötig und gerade Optionen bieten Anlegern so viele Möglichkeiten, dass es sich durchaus lohnt, sich mit der Materie einmal auseinanderzusetzen. Ein kleines Versprechen soll dabei helfen, denn sobald man die vier Griechen verstanden hat, wird jeder Text, jeder Artikel und jedes Tutorial zum Thema Optionen viel verständlicher und man hat nicht mehr das Gefühl von Nichts eine Ahnung zu haben.

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Delta: Die wichtigste und bekannteste Kennzahl der Griechen bei Optionen

Das Delta ist zugleich die wichtigste und damit auch die bekannteste Kennzahl unter den Griechen bei Optionen. Das Delta wird zum einen verwendet um die Preisänderung einer Option im Vergleich zu der Preisänderung des entsprechenden Basiswertes, der der Option zugrunde liegt, darzustellen oder aber um die Deltaposition zu errechnen. Die Deltaposition wiederum ist die Aktienanzahl, die durch eine Optionsposition abgebildet und somit gehandelt wird.

Von diesen beiden Möglichkeiten ist die Anzeige der Preisänderung einer Option im Vergleich zur Preisänderung des Basiswertes ist dabei die häufigste Verwendung. Die Situation um die es dabei geht, ist die, dass zum Beispiel eine Aktie als Basiswert einer Option um einen Euro steigt und die Option auch steigt. Die Option steigt aber im Normalfall gerade nicht ebenfalls um einen Euro, sondern in einem bestimmten Verhältnis zum Basiswert, in diesem Fall unserer Aktie. Das Delta gibt daher an, in welchem Verhältnis sich der Wert der Option zu dem Wert des Basiswerts, unserer Aktie, verändert. Anders als der Basiswert selbst, der sich in einer bestimmten Währung, zum Beispiel einen Euro, verändert, wird das Delta immer in einer Dezimalzahl zwischen 0 und 1 angegeben. Wenn in unserem Beispiel also eine Option ein Delta von 0,45 hat, würde das bedeuten dass die Wertsteigerung unserer Aktie von einem Euro die Folge hat, dass die Option mit dem Delta 0,45 um 45 Eurocent, also 0,45 Euro steigt.

Selbstverständlich gibt es nicht nur positive Deltas, da anders als bei Call-Optionen die Korrelation von Wert der Option und Wert des Basiswerts negativ ist. Steigt der Wert des Basiswertes, fällt eine Put-Option. Deshalb wird für Put-Optionen auch ein negatives Delta, hier also zum Beispiel – 0,45 angegeben.

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Vier simple Beispiele zum Verständnis des Deltas

Nehmen wir für ein Beispiel an, dass sich keine weiteren Voraussetzungen einer Option wie Laufzeit oder ähnliches ändern und das es für eine Aktie zum Wert von 50,- Euro eine Option mit dem Delta 0,5 im Wert von 1,- Euro gäbe.

Beispiel 1: Die Aktie steigt um 1,- Euro → Was tut die Option, wenn es eine Call-Option ist?

Die Option mit dem Delta 0,5 würde nun von 1,- Euro auf 1,50 Euro im Wert ansteigen. Das positive Delta würde also für einen Wertzuwachs der Option von 50 Prozent sorgen, obwohl die Aktie gerade einmal um zwei Prozent gestiegen ist.

Beispiel 2: Die Aktie fällt um 1,- Euro → Was tut die Call-Option jetzt?

Nun fällt die Aktie entsprechend um ihr Delta und verliert somit 0,50 Euro an Wert. Die Option ist jetzt nur noch 50 Cent wert. Wiederum fällt die Option um 50 Prozent, obwohl die Aktie gerade einmal zwei Prozent verloren hat.

Beispiel 3: Die Aktie steigt um 1,- Euro → Was passiert mit einer Put-Option?

In diesem Fall beträgt das Delta wie bereits erläutert – 0,5 und die Option verliert aufgrund des steigenden Wertes und des negativen Deltas um 0,50 Euro an Wert. Jetzt ist die Option nach dem Kursanstieg von einem Euro nur noch 0,50 Euro wert.

Beispiel 3: Die Aktie fällt um 1,- Euro → Was passiert jetzt?

In diesem vierten und letzten Fall würde die Option, die wiederum ein Delta von – 0,5 hat, um 0,50 Euro steigen. Die Option wäre also 0,50 Euro mehr Wert, weil der Basiswert einen Euro bei einem Delta von – 0,50 verloren hat.

Die Deltaposition: Wie viele Aktien werden durch die Optionsposition abgebildet?

Schließlich kann mit dem Delta noch die Deltaposition bestimmt werden, die die Anzahl der Aktien die durch eine Optionsposition abgebildet wird, angibt.

Diese Funktion ist allerdings eher unwichtig, weshalb eine schnelle Erklärung ausreicht. Wenn eine Option, zum Beispiel eine Call-Option, eine Kontraktgröße von 100 aufweist, bedeutet dies, dass die Option zunächst einmal 100 Aktien abbildet. Besitzt man nun zum Beispiel 5 dieser Call-Optionen, die ein Delta von 0,50 haben, dann bildet diese Optionsposition indirekt 250 Aktien des Basiswertes ab.

Beispielrechnung:

            5 Call-Optionen x 100 Aktien x ein Delta von 0,50 = 250 abgebildete Aktien

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Gamma: Veränderung des Deltas bei einer Veränderung des Preises vom Basiswert

Das Gamma gibt die Veränderung des Deltas an, sobald ein Basiswert um irgendeine Einheit ändert, wie zum Beispiel ein Indizes, der Punkte verliert. In der Praxis hat das Delta einen den Verlust begrenzenden und einen Gewinn maximierenden Effekt. Steigt ein Basiswert entsprechend einer Option an, also zum Beispiel ein Index der steigt, wenn eine Call-Option darauf besteht, sorgt das Delta dafür, dass jeder weitere Punkt mehr Gewinn bringt und der Gewinn stark ansteigt.

Fällt jedoch ein Basiswert entgegen der entsprechenden Call-Option, sorgt das Gamma dafür, dass das Delta immer kleiner wird und so der Verlust geringer ausfällt, als würde das Delta starr sein. So kostet der erste Punktverlust des Indizes bereits deutlich mehr Wert der Option, als der zweite Punkt, den ein Index verliert. Das liegt eben daran, dass das Gamma das Delta sinken bzw. steigen lässt, wenn sich der Basiswert verändert.

Allerdings wirkt sich nicht nur die Veränderung des Basiswertes auf die Preisbildung einer Option aus, sondern zum Beispiel gerade auch die Laufzeit, die sich besonders stark auf das Gamma auswirkt. Umso näher ein Verfallsdatum rückt, umso sensibler reagiert das Gamma. So ist das Gamma zum Beispiel bei einer Option, die direkt am Geld ist und deren Verfallsdatum bereits zeitlich sehr nahe liegt, deutlich höher als bei einer Option die noch drei oder mehr Monate Laufzeit hat.

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Vega: Wie sehr ändert sich der Preis einer Option, wenn sich die Volatilität ändert?

Volatilität bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst einmal die zu erwartende Breite der Schwankungen bis zum Verfallsdatum einer Option. Wie sehr sich der Preis einer Option verändert, wenn der Basiswert schwankt und die erwartete Volatilität sich ändert, zeigt das Vega an.

Im Grundsatz gilt für das Vega daher, dass weniger Volatilität die Prämie für eine Option sinken lässt, mehr Schwankungen erhöhen dafür die Preis einer Option. Das Vega selbst gibt dann an, wenn zum Beispiel eine Option mit 200 Euro prämiert ist und das Vega 10 beträgt, dass eine Veränderung um einen Prozent ein Fallen bzw. ein Steigen der Optionspreises um 10 bedeutet.

Doch das Vega hängt auch von der Restlaufzeit ab. Umso näher das Verfallsdatum kommt, desto kleiner ist das Vega. Dafür ändert sich die Volatilität einer Option zum Ende der Laufzeit immer schneller und stärker. So wird dementsprechend auch das Vega und schlussendlich der Preis immer volatiler.

Theta: Der Zeitwert von Optionen

Der vierte und somit letzte wichtige der vier „Greeks“ für Optionshändler ist das Theta, das sich auf den sogenannten Zeitwert von Optionen bezieht. Der Zeitwert einer Option ergibt sich aus deren Natur. Wer eine Option erwirbt, der erhält prinzipiell das Recht, diese zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem Verfallsdatum, auszuüben. Ist es eine Put-Option, darf man zu diesem Zeitpunkt die Aktie zu dem zuvor festgelegten Zeitpunkt verkaufen. Handelt es sich hingegen um eine Call-Option, dann kann man die Aktien zum Verfallsdatum zu diesem Preis kaufen.

Um den Zeitwert anhand eines Beispiels zu erklären, soll eine Call Option nach Ablauf der Hälfte der Laufzeit und die sich außerhalb des Geldes befindet, herhalten. Zu diesem Zeitpunkt würde man die Option, wäre das Laufzeitende erreicht, nicht ausüben.

Zur kurzen Erklärung: Aus dem Geld bedeutet bei einer Option, dass eine Option aktuell wirtschaftlich nicht sinnvoll gezogen werden würde. Das wäre zum Beispiel bei einer Call-Option der Fall, wenn diese einem das Recht verschaffen würde, eine bestimmte Aktie für 100 Euro zu kaufen, deren Wert allerdings nur noch 90 Euro beträgt. Diese Option wäre „aus dem Geld“.

Da eine Option, die außerhalb des Geldes liegt, zu diesem Zeitpunkt keinen wirtschaftlichen Wert hätte, besteht der Wert einer Option lediglich darin, dass diese noch Laufzeit übrig hat, in der wiederum der Preis des Basiswertes sich so entwickeln könnte, dass die Option wieder sinnvoll ausgeübt werden könnte. Diesen Wert nennt man den „Zeitwert“. Auch eine Option die „im Geld“ liegt hat natürlich einen Zeitwert, der aber wie auch bei der Option die „aus dem Geld“ ist, mit jedem Tag weiter sinkt. Umso weniger Zeit noch bis zum Verfallsdatum übrig ist, desto höher wird das Theta, das üblicherweise mit einem Minus als Vorzeichen angezeigt wird und damit auch der Verlust an Zeitwert.

Ist mehr Laufzeit immer etwas positives?

Das liegt grundsätzlich im Auge des Betrachters, umso weiter eine Option jedoch aus dem Geld ist, umso wichtiger wird die Laufzeit, denn nur noch diese und der dadurch bestehende Zeitwert sorgen dafür, dass die Option nicht völlig wertlos ist.

Ist eine Option im Geld, ist die Laufzeit ein zweischneidiges Schwert, denn einerseits könnte die Option natürlich noch weiter ins Geld laufen. Doch andererseits könnte der Basiswert sich auch negativ im Verhältnis zur Option entwickeln und die Option so am Ende aus dem Geld sein. Die Laufzeit ist in diesem Fall also sowohl Chance als auch Risiko.

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Fazit: Die Griechen sind wichtig zur Berechnung einer Option – Ein Grundverständnis reicht jedoch für die meisten Optionshändler völlig aus

Wer sich mit Optionen und dem Optionshandel auseinandersetzt, der kommt um das Thema der Bedeutung der Griechen nicht umher. Wer die vier vorgestellten Griechen, Delta, Gamma, Vega und Theta kennt, der weiß alles was es braucht, um die Preisbildung und die Entwicklung der Preise von Optionen zu verstehen. Um ernsthaft mit Optionen handeln zu können und auch Profite damit zu erwirtschaften, geht also kein Weg daran vorbei, sich mit den Bedeutungen der vier Griechen zu beschäftigen.

Das bedeutet aber gleichzeitig nicht, dass man jede einzelne Berechnung sofort nachvollziehen oder sogar aufstellen können muss. Wer ein grundsätzliches Verständnis für die Griechen hat, der kann bereits feststellen, ob eine Option lukrativ sein kann oder nicht und der kann auch Prognosen anstellen, wie sich der Wert der Option in verschiedenen Szenarien verändern könnte. Ein Verständnis für die Griechen ist jedoch zwingende Voraussetzung und egal wer und warum man mit Optionen handeln möchte, als erstes muss erlernt werden, welche Bedeutung die Griechen haben und wie sich die Preisbildung von Optionen zusammensetzt.

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