Krypto Hedgefonds: Bärenmarkt ist überstanden, neue Fonds werden aufgelegt

PeterR - 14. Juni 2019

Haben sich die Krypto-Fans gegen Ende des Jahres 2017 noch gegenseitig auf die Schulter geklopft, so mussten sie sich wenige Monate später gegenseitigen Trost spenden und Mut zusprechen: Ob kleiner Trader, großer Konzern oder auch Blockchain-Unternehmen – wer in den Bitcoin (oder in eine andere Kryptowährung) investiert hat, der musste einen herben Verlust einstecken.

Auch die Krypto-Hedgefonds erlitten Verluste. Doch bei genauerer Betrachtung kamen sie noch mit einem blauen Auge davon.

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Noch einmal Glück gehabt

Die Hedgefonds haben wohl zu den wenigen Dingen im Jahr 2018 gehört, die während des Bärenmarktes, der rund ein Jahr angedauert hat, mit dem Kopf über Wasser geblieben sind. So haben Untersuchungen von Elwood wie PwC gezeigt, dass im ersten Quartal 2019 dreimal mehr Investitionen als zu Beginn des Jahres 2018 verwaltet wurden.

Analysiert wurden 150 Hedgefonds, die den Krypto-Crash, als der Bitcoin von knapp 20.000 US Dollar auf rund 3.000 US Dollar abstürzte, überlebt haben. Aktuell verwalten die 150 Hedgefonds ein Vermögen von rund einer Milliarde US Dollar; 60 Prozent verwalten jedoch weniger als 10 Millionen US Dollar. Die Studienergebnisse haben zudem auch gezeigt, dass weniger als 10 Prozent der Hedgefonds Vermögenswerte von über 50 Millionen US Dollar betreuen.

Auch wenn es die 150 Hedgefonds geschafft haben, nicht im Zuge des Crashs unterzugehen, so mussten sie dennoch herbe Verluste einstecken: Der mediane Krypto-Hedgefonds musste im vergangenen Jahr einen Verlust von 46 Prozent verbuchen – der quantitative Hedgefonds, der Short-Positionen bei Kryptowährungen eingegangen ist, schnitt mit einer medianen Rendite von rund 8 Prozent wesentlich besser ab.

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Expertengruppe sorgte bereits für Aufsehen

Nachdem der Bärenmarkt nun endgültig als überstanden gilt, werden auch wieder neue Fonds aufgelegt. Hier ist vor allem die Gründung von Adaptive Capital in den Vordergrund gerückt. So hat eine Reihe namhafter Bitcoin-Experten über Twitter verlautbart, man werde einen Krypto-Hedgefonds auflegen, der sich aber auf On-chain-Analysen fokussieren wird.

Vor allem wird man sich hier auf die Einschätzungen von Willy Woo berufen, einem Bitcoin-Analysten und Krypto-Experten, der auch ein Mitbegründer des Hedgefonds ist. Auf Woo geht beispielsweise die NVT Ratio zurück. Das ist ein Chart-Indikator, der dem P/E-Verhältnis ähnlich ist, das man aus der Aktienwelt kennt. Hier wird das Verhältnis zwischen dem Handelsvolumen und der Marktkapitalisierung definiert.

Ebenfalls mit dabei: Murad Mahmudov. Schon bei Podcast-Auftritten hat der Marktbeobachter mit seiner ausgesprochen bullishen Haltung gegenüber dem Bitcoin immer wieder für Aufsehen gesorgt – Mahmudov ist es auch, der die Kryptowährung immer wieder als „digitales Gold“ bezeichnet. Besonders legendär war der Auftritt bei Anthony Pompliano, einem Krypto-Podcaster, als er erklärte, der Bitcoin könnte tatsächlich zu einer Weltreservewährung werden.

Noch ist nicht klar, welche Strategie die Experten verfolgen werden. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es, wohl auch aufgrund der aktuellen Prognosen, genügend Interessenten geben wird, die sich nun intensiver mit dem Kryptomarkt auseinandersetzen werden.

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Knackt der Bitcoin demnächst die  50.000 US Dollar-Grenze?

Der Bitcoin konnte innerhalb weniger Monate von 3.500 US Dollar auf 9.000 US Dollar klettern – auch wenn danach eine kleine Korrektur erfolgte, so bewegt man sich noch immer im Bereich der 8.000 US Dollar. Zudem gibt es einige Prognosen, die den Bitcoin schon bei 50.000 US Dollar sehen. Jedoch ist an dieser Stelle zu beachten, dass es sich bei Prognosen um keine garantierte Entwicklung handelt. Investiert man sein Geld in die Kryptowährung, so heißt das nicht, dass man – obwohl die Prognosen vielversprechend sind – hohe Gewinne einfährt.

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Wer etwa mit der Bitcoin Revolution App in den Bitcoin investieren will, der sollte vorsichtig sein – hohe Gewinne sind zwar möglich, jedoch kann es auch zu ausgesprochen hohen Verlusten kommen, wenn sich der Markt in die für den Trader nicht gewünschte Richtung bewegt. Und das ist, wie die Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, immer wieder möglich.

Investiert man in den Kryptomarkt, so muss man sich sehr wohl bewusst sein, dass unvorhergesehene Ereignisse, so beispielsweise Hackerangriffe, mitunter für drastische Kursabstürze sorgen können. Man sollte also nur jene Beträge in den Bitcoin investieren, die man auch „verlieren“ darf.

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