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Binäre Optionen vs. Optionen: Das sind die Unterschiede

Welche ist die beste Investitionsform für Anleger? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da jeder Trader andere Anforderungen an ein Finanzprodukt stellt. Um dennoch insbesondere unerfahrenen Tradern weiterhelfen zu können, werden in diesem Ratgeber zwei beliebte Produkte vorgestellt. Um die Vorzüge beider darlegen zu können, führen wir einen ausführlichen Vergleich Binäre Optionen vs. Optionen durch.

Ein solcher Vergleich ist hilfreich für alle Anleger, die auf der Suche nach dem richtigen Finanzprodukt sind – unabhängig von deren Erfahrung. Daher stellen wir die Eigenschaften von klassischen Optionen und binären Optionen im Detail vor. Dadurch dürfte am Ende dieses Ratgebers kaum eine Frage offenbleiben. An dieser Stelle aber gleich der Hinweis, dass die ESMA den Handel mit binären Optionen untersagt hat, wie auch unser 24option Test zeigt.

  • Über Binäre Optionen spekulieren Anleger auf die Kursentwicklung
  • Bei Optionen kann der Basiswert am Ende der Laufzeit erworben werden
  • Bei Binären Optionen handelt es sich um OTC-Produkte
  • Klassische Optionen werden dagegen an Terminbörsen gehandelt

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Binäre Optionen: Unterschiede zu Optionen im Ablauf des Handels

Zunächst möchten wir interessierten Anlegern die Binären Optionen vorstellen. Diese sind bereits seit über zehn Jahren handelbar, so dass die Mehrheit der Trader wahrscheinlich schon von ihnen gehört hat. Das Finanzprodukt ist mit klassischen Optionen verwandt und gehört ebenfalls der Gruppe der Termingeschäfte an. Allerdings werden sie den exotischen Optionen zugeordnet.

Doch nicht nur hinsichtlich des Namens sind Gemeinsamkeiten zwischen Binären Optionen und traditionellen Optionen festzustellen. So kommen als Basiswerte unter anderem Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungspaare in Frage. Außerdem existieren sowohl klassische als auch binäre Optionen in europäischer und amerikanischer Variante. Dies bezieht sich auf den Zeitpunkt, wann das Ereignis eintreten muss. Entweder kann dies während der Laufzeit der Fall sein (amerikanisch) oder am Ende der Laufzeit (europäisch). Eine Ausübung der Option durch den Anleger während der Laufzeit ist jedoch nicht möglich.

Doch auch auf die Unterschiede muss in einem Ratgeber natürlich hingewiesen werden. Binäre Optionen werden auch digitale Optionen genannt, weil nur zwei Ereignisse eintreten können. Entweder erhält der Anleger einen bereits zuvor bekannten Gewinn, weil das vorhergesagte Szenario eintritt – oder die Option verfällt wertlos. Bei Optionsscheinen sind Gewinn oder Verlust hingegen im Voraus nicht bekannt. Auch der Ort des Handels ist ein anderer. Während Optionen an Terminbörsen gehandelt werden, handelt es sich bei binären Optionen um OTC-Produkte. Der Handel findet demnach „over the counter“, also außerbörslich statt. Börsengehandelte binäre Optionen stellen die Ausnahme dar.

Gut zu wissen

Der außerbörsliche Handel bietet Spielraum für Manipulationen, weswegen das Trading mit binären Optionen bei unregulierten Brokern nicht empfehlenswert ist. Zypern und Malta gehörten zu den ersten Ländern, in denen der Binäre Optionen Handel durch die jeweils zuständigen Finanzaufsichtsbehörden reguliert wurde. Für Fairplay beim Handel mit Finanzinstrumenten sorgt in Deutschland beispielsweise die Deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Innerhalb der EU entscheidet außerdem die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authorities), ob ein Derivat an der Börse gehandelt werden muss.

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Eigenschaften von klassischen Optionen im Überblick

Den Unterschied zwischen einzelnen Optionsarten zu erkennen, ist gerade für Einsteiger nicht immer leicht. Aus diesem Grund widmen wir uns nachfolgend den klassischen Optionen, die sich allerdings nicht nur von binären Optionen scharf unterscheiden. Auch innerhalb dieser Optionen sind Unterschiede festzustellen, auf die wir nun eingehen.

Diese Arten von Optionen sind für Anleger handelbar:

  • Long Call-Optionen
  • Short Call-Optionen
  • Long Put-Optionen
  • Short Put-Optionen

Sowohl die Begriffe Long und Short als auch Call und Put könnten Tradern bereits durch den Handel mit anderen Finanzinstrumenten bekannt sein. Obwohl diese mitunter die gleiche Bedeutung aufweisen, sind beim Optionenhandel einige Besonderheiten zu beachten. Grundsätzlich ist es so, dass Anleger mit einer Call-Option das Recht auf den Kauf eines Basiswert am Verfallsdatum zu erwerben. Der Verkäufer („Stillhalter“) der Option hat hingegen die Pflicht, den Basiswert zu liefern oder für einen Barausgleich zu sorgen.

Zum Erwerb dieses Rechtes muss der Käufer zunächst eine Optionsprämie bezahlen. Dadurch ist er in der Lage, die Option am Verfallszeitpunkt zum Ausübungspreis zu erwerben. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn der Kurs des Basiswertes der Option über dem Ausübungspreis liegt. Liegt er darunter, ist der Inhaber der Call-Option nicht zum Kauf verpflichtet. Einen Verlust erleidet er durch die bereits bezahlte Optionsprämie.

Umgekehrtes gilt für den Fall, dass der Anleger im Besitz einer Put-Option ist. Mit dem Kaufen einer Put-Option geht das Recht einher, einen Basiswert zu verkaufen. Für den Anleger macht eine Ausübung der Option nur Sinn, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Ausübungspreis liegt.

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Unterschied Binäre Optionen vs. Optionen: Long und Short

Im vorherigen Abschnitt haben wir bereits einige Informationen erwähnt, die in der Notierung einer Option enthalten sind. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang der Ausübungspreis. Zu diesem Preis kann der Inhaber einer Call-Option einen Basiswert kaufen, der Inhaber einer Call-Option hingegen verkaufen. Der Ausübungspreis gilt jeweils zum Verfallsdatum der Option. Allerdings sind Anleger nicht dazu verpflichtet, eine Option bis zu diesem Datum zu halten. Die Option kann zuvor auch verkauft werden. In der Notierung einer Option ist außerdem der zugrundeliegende Basiswert enthalten.

Optionen können unter anderem auf diese Basiswerte gehandelt werden:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Forex
  • Anleihen
  • Indizes
  • ETFs

Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Auswahl, die eigentliche Liste ist deutlich länger. Mittlerweile ist es sogar möglich, bei Brokern Call- und Put-Optionen auf das Wetter oder elektrische Energie zu kaufen.

Call- und Put-Optionen können nun noch durch die Begriffe „Long“ und „Short“ erweitert werden. Auf den ersten Blick erscheint dies eine unnötige Erweiterung, da Call und Long sowie Put und Short bei vielen anderen Finanzinstrumenten das gleiche bedeuten. Nicht so jedoch bei den klassischen Optionen, wo Anleger zusätzlichen Handlungsspielraum gewinnen. Die Erklärung hierzu ist recht simpel. Je nachdem, ob der Anleger einen Basiswert kaufen oder verkaufen möchte, wählt er eine Call oder Put Option. Eine Long- oder Short-Position entscheidet nun noch darüber, ob er einen steigenden oder fallenden Markt erwartet.

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Amerikanische und europäische Optionen: Wo liegen die Unterschiede?

Wie bereits dargelegt, ist die Auswahl an Optionen groß. Neben den klassischen Optionen gibt es auch exotische Optionen, zu denen Binäre Optionen hinzugezählt werden. Außerdem muss bei klassischen Optionen zwischen Call- und Put-Optionen unterschieden werden, deren Funktionsweise über „long“ und „short“ zusätzlich um eine Dimension erweitert wird. Doch auch bei diesen Arten bleibt es nicht, da bei Optionen zusätzlich noch zwischen diesen unterschieden werden muss:

  • Amerikanische Optionen
  • Europäische Optionen

Für die Namensgebung ist jedoch nicht der Entstehungsort oder der Handelsplatz verantwortlich. Beide Arten können bei Brokern auf der ganzen Welt gehandelt werden. Ein entscheidender Unterschied besteht jedoch in dem Zeitpunkt, zu dem Anleger das Recht auf Ausführung wahrnehmen können. Wie unterscheiden sich europäische und amerikanische Optionen? Europäische Optionen können nur am Verfallsdatum ausgeübt werden. Ein „early exercise“, also die Ausführung zu einem früheren Zeitpunkt, ist nicht möglich.

Gegenteilige Eigenschaft besitzen jedoch amerikanische Optionen. Inhaber von Call- oder Put-Optionen können bereits während der Laufzeit ihr Recht auf Lieferung oder Erwerb des Basiswertes ausüben. Sinn macht dies natürlich nur, wenn sich die Option im Geld befindet. Bei Call-Optionen ist dies der Fall, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt. Bei Put-Optionen muss der Kurs unter dem Ausübungspreis liegen. Ist dies nicht der Fall, befindet sich die Option aus dem Geld.

Gut zu wissen

Folgender Fakt beweist, dass der Handelsort nicht maßgeblich für die Benennung der Optionsarten ist. An der größten europäischen und gleichzeitig einer der weltweit größten Terminbörsen, der EUREX, werden Aktienoptionen vornehmlich in Form von amerikanischen Optionen gehandelt. Anleger haben dadurch die Möglichkeit, diese noch vor dem Verfallsdatum auszuüben.

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Anfänge im 17. Jahrhundert: So entstanden Optionen

Optionen sind keineswegs eine Erfindung der Neuzeit, wie dieser Blick zurück in die Geschichte zeigt. Die Anfänge sind in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts zu finden, kurz nachdem eine auch heute noch beliebte Blume ihren Weg aus der Türkei dorthin fand. Die Rede ist natürlich von der Tulpe. Sie hat auch heute noch ihren Anteil daran, dass die Niederlande drittgrößter Importeur landwirtschaftlicher Güter der Welt sind. Aber zurück zur Geschichte.

Die Tulpe entwickelte sich nach ihrer Ankunft zu einer beliebten Blume. Durch Züchtung entstanden immer farbenfrohere Sorten, die insbesondere bei den oberen Schichten der Bevölkerung äußerst begehrt waren. Durch das begrenzte Angebot wurde der Preis jedoch immer weiter in die Höhe getrieben. Dies hatte zur Folge, dass viele Handwerker der damaligen Zeit ihre Besitztümer verkauften und sich stattdessen selbst im Tulpenanbau verdienten. Primäres Handelsobjekt bei diesem Boom, der später als Tulpenmanie in die Geschichtsbücher eingehen sollte, waren jedoch nicht die Blumen selbst.

Vielmehr konzentrierte sich der Handel auf die Tulpenzwiebeln. Ein Problem entstand nun daraus, dass diese zum Zeitpunkt des Handels noch in der Erde weilten. Es musste also ein Handelsinstrument gefunden werden, mit dem sich Käufer das Recht auf Ware sichern konnten, welche erst in der Zukunft existieren würde. Die Optionen waren geboren.

Gut zu wissen

Die Preisspirale der Tulpenzwiebeln drehte sich bis in den Winter 1635/36, bevor sie ihr jähes Ende fand. Laut Überlieferungen brach der Preis innerhalb weniger Tage um bis zu 95 Prozent ein. Käufer waren nicht länger bereit, die immer höheren Preise zu bezahlen. Die Schuld daran trägt nach heutiger Auffassung jedoch nicht der Optionenhandel, sondern eine erhöhte Risikobereitschaft und überzogene Erwartungen.

Auf einen Blick: Unterschied Binäre Optionen vs. Optionen

Neben einigen Gemeinsamkeiten weisen Binäre Optionen deutliche Unterschiede zu klassischen Optionen auf. Der auffälligste ist dabei, dass bei Binären Optionen lediglich zwei Szenarien eintreten können. Entweder hat der Anleger mit seiner Vorhersage Recht und er erhält einen bereits vorher bekannten Gewinn. Oder die Option verfällt wertlos und er erleidet einen Verlust. Dieser kann die Höhe der Investition jedoch nicht übersteigen.

Bei klassischen Optionen ist die Höhe des Gewinns zuvor jedoch nicht bekannt. Maßgebend ist der Ausübungszeitpunkt der Option. Befindet sich die Option im Geld, so kann der Trader einen Gewinn erzielen. Dieser wird aus der Differenz zwischen Kurswert und Ausübungspreis berechnet und ist daher bei Positionseröffnung noch nicht bekannt. Außerdem ist es möglich, die Option noch vor dem Ausübungszeitpunkt zu verkaufen.

Weitere Unterschiede zwischen Optionen und binären Optionen im Überblick:

  • Laufzeit: Binäre Optionen werden oftmals mit sehr kurzen Laufzeiten gehandelt. Nicht unüblich sind dabei sogar Laufzeiten von nur wenigen Minuten. Klassische Optionen hingegen können auch Laufzeiten von mehreren Wochen oder Monaten aufweisen.
  • Handelsplatz: Binäre Optionen werden over the counter, also außerbörslich gehandelt. Dadurch findet die Preisgestaltung durch die Market Maker Der Optionenhandel findet hingegen an Terminbörsen statt, wo Angebot und Nachfrage den Preis regulieren.
  • Eigenwert: Der Kauf einer Option geht immer mit dem Recht einher, den Basiswert zu erwerben oder einen Barausgleich zu erhalten. Sie besitzen im Gegensatz zu Binären Optionen, bei denen auf einen Kursverlauf spekuliert wird, einen Eigenwert. Dadurch ist bei klassischen Optionen auch ein Weiterverkauf möglich.

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Fazit: Entscheidende Unterschiede trotz einiger Gemeinsamkeiten

Ob binäre Optionen oder Optionen besser zu einem Anleger passen, kann im Rahmen dieses Ratgebers nicht beantwortet werden. Dazu existieren schlichtweg zu viele unterschiedliche Tradertypen, die jeweils andere Anforderungen an eine Investitionsmöglichkeit stellen. Wer jedoch vor der Entscheidung „Optionen oder binäre Optionen?“ steht, findet in diesem Ratgeber Antworten auf zahlreiche Fragen. Die getroffenen Aussagen möchten wir daher in einem zusammenfassenden Fazit nochmals in aller Kürze nennen.

Binäre Optionen gelten als äußerst spekulativ, da sie einen äußerst kurzfristigen Anlagecharakter besitzen. Trader spekulieren meist in Märkten mit hoher Volatilität und versuchen, durch die korrekte Vorhersage von Kursbewegungen einen Gewinn zu erzielen. Eine Garantie, dass sich der Kurs in die gewünschte Richtung entwickelt, gibt es dabei nicht. Tritt das vorhergesagte Ereignis nicht genau ein, entsteht ihnen ein Verlust. Bei Binären Optionen gilt daher stets „All or Nothing“.

Es wäre nun falsch, klassischen Optionen ein geringeres Risikolevel beizumessen. Auch hier können Anleger ihren gesamten Einsatz verlieren. Allerdings ist es so, dass Optionen Trader nicht zwangsläufig bis zum Laufzeitende warten müssen, um zu erfahren, ob sie einen Gewinn erzielen oder Verlust erleiden. Sie haben außerdem die Möglichkeit, die Option bereits vor dem Ausübungszeitpunkt mit Gewinn weiterzuverkaufen. Bei amerikanischen Optionen können Trader weiterhin selbst entscheiden, wann es zur Ausübung kommt.

Wer vor der Entscheidung steht, eine der beiden Optionsarten zu handeln, sollte unbedingt eines durchführen: einen detaillierten Vergleich. Hierzu kann unser Ratgeber einen entscheidenden Teil beitragen und helfen, dass richtige Anlageinstrument für Trader zu finden.

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