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Binäre Optionen Gewinne versteuern: 3 Tipps für Finanzwettkunden

„Nichts ist so sicher wie der Tod und die Steuern“ – ein Filmzitat, welches viel Wahrheit in sich birgt. Denn auch wenn wir das Finanzamt gerne ebenso vergessen wollen, wie die Tatsache, dass unsere Zeit auf diesem schönen Planeten endlich ist, wird uns das Finanzamt niemals vergessen und die Steuern einfordern, die wir zu begleichen haben.

Doch was bedeutet dies für den Handel mit Binären Optionen? Was muss beim Binäre Optionen Gewinne versteuern beachtet werden? Wann greift die Binäre Optionen Abgeltungssteuer? Und wieso Finanzwetten Gewinne versteuern?

Unser Binäre Optionen Broker Vergleich hat gezeigt, dass es keinen Handel mit Binären Optionen gibt, ohne das an die Abgeltungssteuer gedacht werden muss. Als Anleger können Sie diese Steuer nur umgehen, wenn Sie lediglich geringe Gewinne einfahren. Diese Gewinne müssen sich jedoch innerhalb des gesetzlich festgeschriebenen Freibetrages bewegen.

 

Folgende Aspekte sind daher wichtig:

zur Abgeltungssteuer kommen zudem der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer hinzu

1. Binäre Optionen: Vorteile & Nachteile im Detail

Binäre Optionen stellen seit Jahren eine sehr beliebte Anlageform dar. Sie sind leicht zu handeln und bieten sich daher nicht nur für erfahrene Anleger, sondern auch für Neueinsteiger an. Hinzu kommt, dass Binäre Optionen zwar zu den spekulativen Anlageformen gehören, trotz alledem aber im Vergleich zu anderen Geldanlagen recht sicher sind. Denn als Anleger können Sie nicht nur auf einen steigenden Kurs, sondern auch auf einen fallenden Kurs setzen. Ein Gewinn zeichnet sich daher nicht nur dann ab, wenn die entsprechend ausgewählten Wertpapiere an Wert zulegen, sondern auch dann, wenn der Wert der handelbaren Werte sinkt. Je nachdem, für welche Handelsart sich entschieden wurde und wie sich der Kurs im Detail entwickelt.

Doch wie präsentieren sich die Vorteile und Nachteile von Binären Optionen im Detail?

Vorteile:

  • einfaches Instrument für den Handel mit spekulativen Anlageformen
  • Gewinn und Risiko (möglicher Verlust) stehen von vorne herein fest
  • der Zeitpunkt sowie die Dauer einer Investition kann frei gewählt werden
  • das Einstiegskapital ist gering
  • hohe Performance in kürzester Zeit

Nachteile:

  • ein Totalverlust ist bei der falschen Handelsstrategie möglich
  • Gewinne (Renditen) sind durch das geringere Risiko begrenzt

 

Vorteile BDSwiss

Binäre Optionen bringen viele Vorteile mit sich

Alles in allem bringen die Binären Optionen somit deutlich mehr Vorteile mit sich, als Nachteile. Sicherlich ein wichtiger Fakt bezüglich der Tatsache, dass diese Anlageform so beliebt ist. Hinzu kommt, dass selbst der begrenzte Gewinn, der als Nachteil betrachtet werden kann, auch ein Vorteil sein kann. Denn je höher der ausgelobte Gewinn, umso höher auch das Risiko. Bei einem hohen Risiko besteht zudem oftmals eine Nachschusspflicht. Das bedeutet, dass nicht nur der Einsatz verloren ist, sondern auch zusätzliches Geld, da mit einem Hebel gearbeitet wurde. Dies kann beim Handel mit Binären Optionen nicht passieren, da immer nur das Geld verloren gehen kann, welches im Vorfeld für den Handel eingesetzt wurde.

Wie andere Anlageformen auch, bringen die Binären Optionen einige Vor- und Nachteile mit sich.

2. Binäre Optionen Gewinne versteuern mit der Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist ein effektives Instrument des Staates, um sich an den gewinnträchtigen Einnahmen der Anleger zu bedienen. In Deutschland beträgt die zu zahlende Abgeltungssteuer 25 Prozent der bereinigten Rendite. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent sowie die Kirchensteuer, die je nach Bundesland zwischen 8 und 9 Prozent liegen kann. Kirchensteuer wird jedoch nur dann fällig, wenn der Anleger auch Mitglied der Kirche ist. Für alle anderen Anleger entfällt dieser Teil der Steuer.

Zudem müssen nur bereinigte Renditen versteuert werden, die über dem Freibetrag liegen. Für Singles liegt der Freibetrag aktuell bei 801 Euro im Jahr. Verheiratete Anleger dürfen sich über den doppelten Freibetrag freuen, der dann bei 1602 Euro liegen würde.

Die Abgeltungssteuer kann direkt über den Broker abgeführt werden. Dieser muss dafür jedoch in Deutschland ansässig sein oder zumindest eine Niederlassung in Deutschland haben.

Für alle Anleger, die mit einem Broker aus dem Ausland zusammenarbeiten gilt folgende Regel: Der Anleger muss sich eigenständig um die Abführung der Steuer kümmern. Diese muss auf der Steuererklärung vermerkt werden. Alle Freibeträge müssen selbständig abgezogen werden. Zudem muss die Bereinigung in Eigenregie erfolgen.

3. Steuern auf Binäre Optionen in der Schweiz und in Österreich

Leider wird die Abgeltungssteuer nicht nur in Deutschland fällig. Auch die Nachbarländer wie Österreich oder die Schweiz haben eine Steuerordnung, die eine Abführung von Steuern auf Einkommen beziehungsweise Renditen vorsieht.

In Österreich werden seit dem 1. April 2012 ebenfalls 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig. Unser Nachbarland hatte sich bis dato mit einem Steuersatz von 22 Prozent zufrieden gegeben. Die Anpassung erfolgte daher mit Sicherheit nicht im Interesse der Anleger.

Die Schweizer hüllen sich gerne einmal in Schweigen, wenn es um Finanzgeschäfte geht. Daher sind die Eidgenossen auch heute noch eine gute Anlaufstelle für ein Konto im Ausland. Auch wenn man sich dort noch nicht ganz so einig ist, ob Renditen aus dem Handel mit Binären Optionen unter den Kapitalerträge oder Glücksspiel fallen, erhebt man doch eine Kapitalsteuer, die entsprechend an das Finanzamt abzuführen ist.

Unser Tipp: Wie auch in Deutschland gilt: Versteuert werden müssen lediglich die bereinigten Gewinne. Das bedeutet, dass alle Verluste vom Gewinn abgezogen werden können. Gehen Sie mit einem Minus aus dem Handel, können die Verluste auf das kommende Jahr übertragen und vom Gewinn abgezogen werden.

Die Abgeltungssteuer muss auch in Österreich und der Schweiz entrichtet werden.

IQ Option ist in unserem Vergleich Testsieger.

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4. Unsere 3 Expertentipps für eine einfache Versteuerung der Gewinne

Niemand gibt gerne von dem etwas ab, was er sich schwer erarbeitet hat. Vor allen Dingen dann nicht, wenn die Abgabesumme so hoch ist wie bei der Abgeltungssteuer. Doch durch die Vernetzung der Unternehmen und Finanzämter innerhalb von Europa lohnt es nicht, in diesem Bereich zu schummeln. Denn Steuerhinterziehung wird irgendwann immer aufgedeckt und führt im schlimmsten Falle direkt ins Gefängnis. Obendrein müssen dann nicht nur die nicht gezahlten Steuern nachgezahlt werden. Es gibt auch eine dicke Strafe obendrauf, die schnell in den Ruin führen kann. Daher unsere folgenden drei Tipps zum Thema Versteuerung der Gewinne:

1. Nicht schummeln bei der Steuer

Schummeln lohnt nicht. Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo Daten über andere Personen nur per Kurier und auf dem Papier ausgetauscht werden können. Die Finanzämter sind nicht nur gut vernetzt. Sie haben auch viele Möglichkeiten bezüglich der Abfrage von Daten.

So müssen die Online Broker auf Anfrage immer Auskunft über ihre Anleger geben. Selbst wenn die Gewinne nicht auf das eigene Konto ausgezahlt werden (was fast nicht möglich ist) oder man diese anderweitig verbucht, wird das Finanzamt diese irgendwann finden und den entsprechenden Anleger zur Rede stellen.

Daher ist es immer wichtig, dass die Abgeltungssteuer regelmäßig abgeführt wird. Im besten Falle wird diese immer gleich vom ausgezahlten Gewinn abgezogen und zur Seite gelegt. Wer damit nicht plant und das Geld nicht ausgibt, der hat am Ende des Jahres auch keine Schwierigkeiten, dieses dem Finanzamt zur Verfügung zu stellen.

Tipp: Vielleicht kann ein zusätzliches Konto eingerichtet werden, auf dem alle Steuerbeträge gelagert werden, die dem Finanzamt gehören. So kommt es zu keinen bösen Überraschungen, weil das Geld doch aus Versehen ausgegeben wurde und es sammeln sich keine Schulden an.

2. Nur die bereinigten Gewinne angeben

Versteuert werden müssen nur die bereinigten Gewinne. Das bedeutet, dass der Anleger die Möglichkeit hat, alle Ausgaben sowie alle Verluste, die eventuell für den Handel anfallen oder sich aus dem Handel ergeben haben, vom Gewinn abziehen kann. Gebühren für den Handel, eventuelle Überweisungsgebühren, Gebühren für Ein- und Auszahlungen sowie alle Verluste, die durch eine falsch gesetzten Trade entstanden sind, können geltend gemacht werden.

Dies bringt den Vorteil mit sich, dass noch einmal viel Geld gespart werden kann, weil der bereinigte Gewinn meist nicht ansatzweise so hoch ist wie der reale Gewinn.

Ferner gilt zu beachten, dass Verluste, die vielleicht im Vorjahr erzielt wurden, in das darauffolgende Jahr übertragen werden können und ebenfalls vom Gewinn abgezogen werden dürfen. Eine gute Buchführung bezüglich der Übersicht sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein.

Übrigens: Online Broker stellen für die Gewinn-Verlust-Rechnung detaillierte Unterlagen zur Verfügung, die ohne großen Aufwand im Kundenbereich aufgerufen und heruntergeladen werden können. Besonders vorbildlich sind in diesem Zusammenhang die Broker Binary, 24Option sowie anyoption. Und auch die IQ Option Erfahrungen sind diesbezüglich durchaus positiv.

IQ Option bietet ein umfangreiches Schulungscenter.

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3. Bei Unwissenheit – Hilfe in Anspruch nehmen

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Daher bringt es nichts, sich in diese zu hüllen und gegenüber dem Finanzamt anzugeben, dass man nichts von der Steuer wusste. Als Anleger ist man dazu verpflichtet, sich im Vorfeld bezüglich aller anfallenden Steuern und sonstigen Verpflichtungen zu informieren.

Da sich viele Verbraucher jedoch mit dem Steuerrecht sehr schwer tun, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe für die Berechnung sowie die Abführung der Steuern in Anspruch zu nehmen. Das gilt nicht nur für den Handel mit binären Optionen, sondern gleichsam auch für ein Aktiendepot und alle anderen spekulativen Geldanlagen.

Wer sich für einen Broker aus Deutschland entschieden hat, kann die Abführung der Steuern in dessen Hände legen. Dafür ist es jedoch notwendig, dass ein Freistellungsantrag ausgefüllt wird, damit der Broker nur die Steuern abführt, die wirklich gezahlt werden müssen.

Bei einem ausländischen Broker – was heutzutage die Regel ist – muss die Abführung der Steuern selbst geregelt werden. Hier empfiehlt es sich, den Steuerberater damit zu beauftragen, da dieser den abzuführenden Wert genau berechnen kann.

5. Binäre Optionen ohne Steuern handeln – im Demokonto

Steuern auf den Handel mit Binären Optionen werden nur dann fällig, wenn ein realer Handel stattfindet. Das bedeutet, wenn „richtiges Geld“ und kein Spielgeld in den Handel fließt. Wer für den Handel ein Demokonto nutzt, um damit die Grundlagen für den Handel zu erlernen und um Strategien zu erarbeiten, muss auf die dort erzielten Gewinne natürlich keine Abgeltungssteuer zahlen. Diese sind lediglich mit Spielgeld erzeugt wurden und daher fiktiv. Das Finanzamt kann darauf keinen Anspruch erheben, da es nicht zu einer Auszahlung der fiktiven Gewinne kommt.

Daraus folgt: Erst wenn es darum geht, ein Binäre Optionen Konto zu eröffnen, wird die Abgeltungssteuer zu einem Thema und muss beachtet werden. Geht es jedoch nur darum, ein Binäre Optionen Demokonto zu eröffnen, spielt die Abgeltungssteuer und auch keine andere Steuer eine Rolle. Denn nur beim realen Binäre Optionen handeln darf das Finanzamt einen Anspruch auf einen Teil der Einnahmen erheben.

6. Fazit: Die Abgeltungssteuer ist entscheidend

Auch wenn es schmerzt und unfair erscheinen mag – aber ohne die Abführung der Abgeltungssteuer wird kein umfangreicher Handel mit Binären Optionen möglich sein. Zwar wird die Steuer erst nach Erreichen der Freigrenze fällig. Bedacht werden muss, jedoch, dass alle Gewinne aus Kapitalgeschäften in die Freimenge einfließen. Also auch Gewinne  aus Spareinlagen, dem klassischen Aktienhandel und diversen anderen Anlagemöglichkeiten. Dafür zählt nur der bereinigte Gewinn bei der Versteuerung. Ebenfalls positiv die Tatsache, dass der Gesetzgeber noch am überlegen ist, ob der Handel mit Binären Optionen wirklich ein Kapitalgeschäft ist oder eher zu den Glücksspielen zählt. Sollte sich diesbezüglich etwas ändern, könnte es passieren, dass irgendwann keine Steuern auf die Gewinne mehr gezahlt werden müssen. Bis dahin müssen sich alle Anleger mit der Tatsache abfinden, dass die Abgeltungssteuer wichtig und entscheidend ist und nicht einfach ignoriert werden kann.